Zehn Mal Hitler in Harare

Harare (APA/AFP) - In seinen langen Herrschaftsjahren in Simbabwe hat sich Präsident Robert Mugabe einen Ruf als scharfzüngiger Kommentator ...

Harare (APA/AFP) - In seinen langen Herrschaftsjahren in Simbabwe hat sich Präsident Robert Mugabe einen Ruf als scharfzüngiger Kommentator des Zeitgeschehens erworben. Konflikte scheute er dabei nicht, oftmals ließ er Lust an der Provokation erkennen. Es folgt eine Auswahl seiner prägnantesten Äußerungen.

Über historische Vorbilder:

„Ich bin der Hitler unserer Zeit. Dieser Hitler hatte nur ein Ziel: Gerechtigkeit für sein eigenes Volk, Souveränität für sein Volk, Anerkennung der Unabhängigkeit seines Volks. (...) Wenn Hitler so ist, dann lasst mich zehn Mal Hitler sein.“ (2003)

Über die früheren britischen Kolonialherren:

„Die Briten werden als Gewalttäter erzogen, als Lügner, Schurken, Gauner. Man hat mir gesagt, dass (der damalige Premierminister) Blair als Kind sehr ungezogen war.“ (2001).

Über Südafrikas Freiheitsheld Nelson Mandela:

„Mandela hat ein bisschen übertrieben, wenn es darum geht, nicht-schwarzen Gruppierungen Gutes zu tun. In einigen Fällen ging das zu Lasten der Schwarzen. Das war zu lammfromm, zu nett.“ (2013)

Über Simbabwes weiße Farmer, deren Betriebe er enteignen ließ:

„Ihr seid unsere Feinde, weil ihr euch als Feinde Simbabwes aufgeführt habt. Wir sind voller Zorn. Unser ganzes Land ist voller Zorn, und deshalb lassen wir Euer Land besetzen.“ (2000)

Über Falschmeldungen zu seinem Ableben:

„Ich bin viele Male gestorben. In diesem Punkt habe ich Jesus Christus geschlagen. Christus ist einmal gestorben und dann wiederauferstanden. Ich bin gestorben und wiederauferstanden, und ich weiß nicht, wie oft ich noch sterben und wiederauferstehen werde.“ (2012)

Über die Homo-Ehe:

„Präsident Obama kam nach Afrika und hat gesagt, Afrika muss die Homo-Ehe zulassen. Gott hat wegen solcher Sünden die Erde zerstört. Die Ehe ist für Mann und Frau da.“ (2013)

Über Homosexuelle:

„Schlimmer als Schweine und Hunde. Die, die sowas tun, sind missraten. Das ist Irrsinn.“ (2010)

Über seinen Verbleib im Präsidentenamt:

„Nur Gott, der mich ernannt hat, wird mich auch wieder abberufen können.“ (2008)