EBEL

Im Derby wurde auch tschechisch gesprochen

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Dem Tiroler Eishockey-Derby zwischen Bozen und dem HCI (1:0) drückten am Sonntag vor allem zwei Torhüter ihren Stempel auf.

Von Tobias Waidhofer

Bozen — Scherben sollen ja bekanntlich Glück bringen. Weil beim Aufwärmen in der Bozner Eiswelle eine Plexiglasscheibe zu Bruch ging, verzögerte sich der Startbully vor dem Tiroler Derby zwischen den Nordtiroler Haien und den Südtiroler Füchsen um einige Minuten. Doch so richtig Glück brachte der Scheibenbruch den Innsbruckern nicht — die Haie verloren das Match ausgerechnet am 51. Geburtstag von Headcoach Rob Pallin beim HCB Südtirol mit 0:1 (0:1, 0:0, 0:0).

Aber von Anfang an: Schon nach 18 Sekunden gerieten Haie-Kapitän Tyler Spurgeon und Bozens Angelidis aneinander — beide mussten mit einer 2+2-Strafe in die Kühlbox. Weil kurz danach (5.) auch noch Flo Pedevilla eine Strafe ausfasste, gab es das erste Powerplay für Bozen. Und das nützten die Südtiroler durch Christopher DeSousa, der einen Egger-Schuss entscheidend ins Tor abfälschte (7.).

Beinahe wäre John Lammers in der neunten Minute die schnelle Antwort gelungen, doch Bozen-Keeper Sedlacek reagierte ebenso stark wie kurz danach gegen Kevin Wehrs und Andrew Clark. Ein Lattenschuss von Clark (17.) war in Abschnitt eins ebenso noch zu vermelden.

Das zweite Drittel begann mit einem großen Auftritt von Haie-Keeper Patrik Nechvatal. Nach einem schweren Lindner-Fehler waren zwei Bozner auf und davon, aber sie fanden ihren Meister im Tschechen. Doch auf der anderen Seite erwischte auch Gegenüber Jakub Sedlacek einen überragenden Tag. So scheiterte auch Morten Poulsen am Landsmann von Haie-Keeper Nechvatal (29.). Es war ein Match der vielen Chancen. Und vor allem eines der starken Torhüterleistungen.

Der Schlussabschnitt startete mit vergebenen HCI-Möglichkeiten von Bishop und Clark. Bei den Kontern der Südtiroler war Nechvatal immer wieder stark zur Stelle. Einmal verfehlten die Südtiroler aber auch das leere Tor. Der HCI drückte dann noch auf den Ausgleich. Doch dieser wollte nicht gelingen. Vor allem wegen eines gewissen Jakub Sedlacek.

Damit bleibt die Eiswelle ein „Ort des Schreckens" für den HCI. Seit dem EBEL-Einstieg können die Haie dort einfach nicht gewinnen. Das hat sich auch am 51. Geburtstag von Rob Pallin nicht geändert ...

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