Bangladesch und Myanmar sprechen über Rückkehr von Rohingyas

Yangon (Rangun)/Dhaka (APA/Reuters) - Bangladesch und Myanmar haben Gespräche über eine Rückkehr von Flüchtlingen der muslimischen Bevölkeru...

Yangon (Rangun)/Dhaka (APA/Reuters) - Bangladesch und Myanmar haben Gespräche über eine Rückkehr von Flüchtlingen der muslimischen Bevölkerungsgruppe der Rohingyas nach Myanmar begonnen. Die beiden Länder arbeiteten an einem entsprechenden Abkommen und wollte für die Umsetzung eine Arbeitsgruppe einsetzen, erklärte der Außenminister von Bangladesch, Abul Hasan Mahmood Ali, am Sonntag in der Hauptstadt Dhaka.

Myanmar hatte sich nach internationalem Druck grundsätzlich bereit erklärt, Angehörige der Rohingyas zurückzunehmen. Diese müssten aber nachweisen, dass sie zuvor in Myanmar gelebt hätten. Seit August sind etwa 600.000 Rohingyas aus dem überwiegend buddhistisch geprägten Myanmar nach Bangladesch geflohen. Auslöser sollen Angriffe von militanten Rohingyas auf Armeeposten gewesen sein, woraufhin das Militär massiv gegen die Bevölkerungsgruppe vorging. Die Vereinten Nationen hatten das ein Beispiel für ethnische Säuberungen genannt. Rohingyas wird in Myanmar die Staatsbürgerschaft verweigert, sie werden häufig als illegale Einwanderer aus Bangladesch bezeichnet.

Als Zeichen der Solidarität besuchte am Wochenende die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini gemeinsam mit den Außenministern von Deutschland, Schweden und Japan Flüchtlingslager der Rohingyas in Bangladesch.