Vier Japaner wegen Gruppen-Grapscherei im Zug verhaftet

Die Männer sollen sich dazu auf einer einschlägigen Internetplattform verabredet haben. In vielen U-Bahnen in Japan gibt es eigene Abteile für Frauen, um sie vor Grapschattacken zu schützen.

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Tokio – Zum Begrapschen von Frauen sollen sich in Japan vier Männer in einem Zug verabredet haben. Sie wurden am Montag festgenommen, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press meldete. Die Verdächtigen haben demnach im Sommer in einem Bahnabteil in Tokio eine junge Frau sexuell belästigt. Dazu sollen sie sich auf einer einschlägigen Internetseite verabredet haben. Ein 19-Jähriger hatte den Angaben zufolge beobachtet, wie die Männer eine Frau umstellten, und meldete den Vorfall.

In Japans chronisch überfüllten U-Bahnen können Frauen leicht zum Ziel von Grapschereien werden. „Chikan“ ist dort ein so ernstes Problem, dass es zu bestimmten Zeiten Bahnabteile eigens für Frauen gibt. Die japanische Polizei geht inzwischen hart gegen Grapschereien in Zügen vor, Verurteilten droht Haft. Um nicht verdächtigt zu werden, behalten manche Männer ihre Arme in den vollen Bahnen ständig oben. (dpa)


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