Vulkan auf Bali - Der vulkanische Hotspot der Erde

Jakarta (APA/AFP) - Auf der indonesischen Ferieninsel Bali sind hunderttausend Menschen aufgerufen worden, sich wegen eines drohenden Ausbru...

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Jakarta (APA/AFP) - Auf der indonesischen Ferieninsel Bali sind hunderttausend Menschen aufgerufen worden, sich wegen eines drohenden Ausbruchs des Vulkans Agung in Sicherheit zu bringen. Indonesien hat Erfahrung mit dieser Bedrohung, denn das Land ist die Region mit der stärksten vulkanischen Aktivität weltweit. Bei wiederholten Vulkanausbrüchen starben dort in den vergangenen Jahrzehnten zehntausende Menschen.

In Indonesien befinden sich 129 aktive Vulkane. Das Land mit seinen mehr als 17.000 Inseln liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen tektonische Platten aufeinander, so dass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen.

Der rund 40.000 Kilometer umfassende Feuerring besteht größtenteils aus einer Reihe von Inselbögen wie den Aleuten, den Kurilen und dem indonesischen Archipel. Er verläuft im Osten von Chile über Peru und die Westküste der USA bis nach Nord-Alaska und im Westen von Japan über Südostasien bis zu den Pazifik-Inseln. Die Plattenverschiebungen verursachen Schwächezonen und Risse, durch die Magma an die Oberfläche gelangt.

Als aktivster und gefährlichster Vulkan Indonesiens gilt der Merapi auf der Insel Java, der zuletzt im Jahr 2010 ausgebrochen war. Damals starben mehr als 300 Menschen, rund 280.000 Menschen flohen. Bei einem Ausbruch 1930 waren 1.300 Menschen ums Leben gekommen.

Der nun in den Fokus geratene Agung hatte zuletzt 1963 für Angst und Schrecken gesorgt. Bei einer Reihe von Ausbrüchen starben damals fast 1.600 Menschen.

Besonders folgenschwer waren die Ausbrüche der Vulkane Tambora, Krakatoa und Kelud. 1815 brach der Tambora auf der Insel Sumbawa östlich von Bali aus, 12.000 Menschen wurden unmittelbar getötet. Der Ausbruch verursachte eine Hungersnot, der weitere 80.000 Menschen zum Opfer fielen.

1883 ereignete sich im zwischen den Inseln Java und Sumatra gelegenen Vulkan Krakatoa eine gigantische Explosion. Dabei wurden Gestein, Asche und Rauch 27 Kilometer hoch geschleudert und ein Tsunami ausgelöst. 36.000 Menschen starben.

1919 starben mehr als 5000 Menschen bei dem Ausbruch des Kelud auf Java. Seit dem 16. Jahrhundert gingen insgesamt rund 15.000 Tote auf das Konto des Kelud. Im Februar 2014 flohen wegen der Gefahr eines erneuten Ausbruchs 75.000 Menschen.


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