Stieftochter missbraucht - Weitere Zeugen befragt

Eisenstadt (APA) - Im Prozess um den schweren sexuellen Missbrauch eines unmündigen Mädchens durch den Stiefvater sind am Montagvormittag we...

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Eisenstadt (APA) - Im Prozess um den schweren sexuellen Missbrauch eines unmündigen Mädchens durch den Stiefvater sind am Montagvormittag weitere Zeugen befragt worden. Die Schwiegermutter des Angeklagten berichtete, sie habe gewusst, dass seitens des beschuldigten 30-Jährigen ein rauer Ton gegenüber der Stieftochter geherrscht habe. Von sexuellen Übergriffen habe sie nichts mitbekommen.

Die Ehefrau des Mannes entschlug sich der Aussage vor dem Landesgericht Eisenstadt. Die Gynäkologin, welche das Mädchen untersucht hatte, meinte, das Kind hätte ihr gegenüber von sexuellen Übergriffen durch den „Papa“ gesprochen. Sie hätte auch vom gemeinsamen Ansehen von Pornos berichtet.

Ähnliches erzählte eine Sozialpädagogin im Zeugenstand. Das Mädchen habe gesagt, dass der Stiefvater immer mit ihr Sex haben wolle. Die Vorfälle hätten sich beim Duschen ereignet. Das Kind habe erzählt, dass es das nicht wollte und dass es geschlagen worden wäre. Auch der Vater des Angeklagten hätte „schlimme Sachen“ gemacht.

Der Sachverständige Manfred Walzl erklärte, es sei mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der 30-Jährige zu gleichartigen Handlungen, wie den angeklagten, neigen werde. Es sei auf jeden Fall eine seelische und geistige Abnormität gegeben. Die Zurechnungsfähigkeit sei vermindert, aber erhalten. Der Sachverständige empfahl eine stationäre Behandlung des Beschuldigten.


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