Brenner Straße und Ellbögener Straße wieder für Verkehr frei

Die Brenner Straße war nach einem Hangrutsch wochenlang gesperrt bzw. nur einspurig befahrbar. Die Ellbögener Straße war nur für den Anrainerverkehr offen.

  • Artikel
  • Diskussion
Eine Hangexplosion und Mure im Bereich Matreiwald haben umfangreiche Sicherungsarbeiten und eine Sperre der Brenner Straße notwendig gemacht.
© Land Tirol/zeitungsfoto.at

Matrei – Gute Nachrichten für Tirols Autofahrer: Gleich zwei Verkehrsstraßen, die wegen Murenabgängen gesperrt bzw. nur erschwert passierbar waren, sind ab morgen, Dienstag, wieder zweispurig befahrbar. 19 Muren waren alleine zwischen 9. August und 14. September entlang der Ellbögener Straße (L 38) und der Brenner Straße (B 182) abgegangen.

Die B 182 musste im September nach einem schweren Hangrutsch zwischen Schönberg und Matrei gesperrt werden. Erst nach dem Nationalfeiertag im Oktober konnte die Straße auf einer Spur für den Verkehr freigegeben werden. „Dass wir den Hang in Matreiwald derzeit unter Kontrolle haben, haben wir dem enormen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken“, zollt Straßenbaureferent LHStv. Josef Geisler den Beteiligten Respekt. Auch im kommenden Jahr werden weitere Arbeiten notwendig sein. „Die geplanten Maßnahmen sollten allerdings ohne eine Sperre der Straße durchgeführt werden können“, erläutert der Leiter des Baubezirksamts Innsbruck, Werner Huber.

Millionenschäden an Ellbögener Straße

Die wochenlangen Niederschläge haben auch der Ellbögener Straße zugesetzt, dort gab es im heurigen Sommer 13 Murenabgänge. Die Mehrzahl der Schäden ist mittlerweile behoben, sodass die Straße, die zwischenzeitlich nur für den Anrainerverkehr freigegeben war, jetzt auch für den Allgemeinverkehr geöffnet werden kann. Einige Bauarbeiten stehen hier allerdings noch an: Bei der Baustelle „Lattererhof“ wird der Verkehr bis Weihnachten einspurig mit Ampelregelung abgewickelt. Beim „Zachhof“ und an der südlichen Falkasanererbachböschung sind derzeit zwei talseitige Stützmaßnahmen in Bau. Eine neue Stahlbetonwandkonstruktion soll 2018 im Bereich „Katzenloch Nord“ errichtet werden. Dort hat sich die Fahrbahn aufgrund der starken Hangwasserzutritte gesetzt. Außerdem soll die L 38 beim Abschnitt „Hennenboden“ stabilisiert werden.

Die Kosten für die Maßnahmen zur Sicherung des Hanges in Matreiwald betragen rund vier Millionen Euro. Das Land Tirol und die Asfinag teilen sich die Kosten. Bei der L38 fallen zunächst 2,2 Millionen Euro an Kosten an, die das Land Tirol trägt. Außerdem müssen im kommenden Jahr noch einmal 400.000 Euro investiert werden. (TT.com)

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte