Mögliche Lösungen für Verkehrsproblem liegen vor

Die Gemeinde St. Johann und das Land haben ein vorläufiges Verkehrskonzept ausgearbeitet. Gespräche mit Grundbesitzern stehen an.

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St. Johann i. T. –St. Johann hat ein Problem mit dem Verkehr – und das hat mehrere Ursachen. Zum einen gibt es den Durchzugsverkehr. Zum anderen ziehen immer mehr Menschen in die Gemeinde. Laut BM Stefan Seiwald leben 9510 Menschen in St. Johann. Aber nicht nur sie beeinflussen den Verkehr. „Wir haben täglich zwischen 4000 und 4500 Einpendler, darunter Arbeitnehmer und Schüler“, erklärte Seiwald bei der Gemeindeversammlung am Monta im Kaisersaal.

Seit dreieinhalb Jahren tüftelt die Gemeinde mit Experten vom Land an einem Verkehrskonzept. Nun, nach etlichen Verkehrszählungen und Grundlagenerhebungen, ist ein erster Entwurf fertig. Ein grober Überblick über mögliche Optionen:

1Verlängerung der Unterflurtrasse: Eine der tragenden Säulen in diesem Konzept ist die Verlängerung der Unterflurtrasse auf der B178, um den innerörtlichen Verkehr zu reduzieren.

2Horntunnel: Im Verkehrskonzept ebenfalls enthalten ist der Horntunnel für die Entlastung des Verkehrs von und nach Fieberbrunn. „Die Zufahrt zum Horntunnel würde beim Knoten Süd erfolgen“, sagt Seiwald. An welchem Ort die Autofahrer wieder aus dem Tunnel hinausfahren, sei noch nicht sicher. „Es gibt zwei Varianten, eine kürzere und eine längere.“

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3 Nordumfahrung: Wenn es tatsächlich zum Bau eines Horntunnels kommen würde – was aus Kostengründen als unwahrscheinlich gilt –, müsste laut Seiwald auch eine Nordumfahrung gebaut werden. „Denn wenn jemand aus Fieberbrunn kommend Richtung Kitzbühel fahren will, kann er den Horntunnel nehmen, aber nicht, wenn dieser jemand Richtung Salzburg möchte“, nennt der Bürgermeister den Grund.

Fix sei noch nichts, betont Seiwald. Nun müsse man mit den Grundbesitzern Gespräche führen. Nach möglichen Adaptierungen soll das Konzept im Frühjahr 2018 präsentiert werden. Eine Kostenschätzung will Seiwald noch nicht abgeben. „Das macht erst Sinn, wenn wir wissen, was möglich ist.“ (miho)


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