Dutzende pakistanische Flüchtlinge aus Keller in Istanbul befreit

Istanbul (APA/AFP) - Die Polizei in Istanbul hat laut einem Medienbericht dutzende pakistanische Flüchtlinge aus einem Keller befreit. Dabei...

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Istanbul (APA/AFP) - Die Polizei in Istanbul hat laut einem Medienbericht dutzende pakistanische Flüchtlinge aus einem Keller befreit. Dabei seien auch drei pakistanische Schleuser festgenommen worden, die versuchten hätten, ihre Landsleute zu erpressen, berichtete die Zeitung „Hürriyet“ am Dienstag.

Dem Bericht zufolge sollten die insgesamt 57 Flüchtlinge gezwungen werden, ihre Verwandten in Pakistan zur Überweisung von Geld zu bewegen. Laut dem Zeitungsbericht wollten die Flüchtlinge, die angekettet in einem Keller des Stadtteils Arnavutköy gefunden wurden, nach Italien oder Griechenland. Eigentlich war vereinbart, das Geld für die Überfahrt erst nach der Ankunft in Europa zu zahlen. Die Menschenschmuggler wollten die Flüchtlinge aber zwingen, ihren Verwandten zu sagen, dass sie bereits in Europa seien und sie 10.000 Dollar (8.400 Euro) überweisen sollten.

Die Türkei ist eines der Haupttransitländer für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Seit dem EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei von März 2016 ist aber die Seegrenze nach Griechenland weitgehend abgeriegelt, so dass nur noch wenige Flüchtlinge auf die griechischen Ägäis-Inseln gelangen. Zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 waren Hunderttausende Flüchtlinge auf diesem Weg nach Europa gereist.

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