US-Börsen

New York (APA) - Die US-Börsen haben haben am Dienstag im Verlauf fester tendiert und neue Rekordstände erreicht. Im Mittelpunkt an der Wall...

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New York (APA) - Die US-Börsen haben haben am Dienstag im Verlauf fester tendiert und neue Rekordstände erreicht. Im Mittelpunkt an der Wall Street stand die Anhörung des designierten Chefs der Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, vor dem US-Senat.

Der Dow Jones stieg um 1,09 Prozent auf 23.836,71 Einheiten. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,98 Prozent auf 2.627,04 Zähler zu.

Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 0,49 Prozent auf 6.912,36 Zähler. Alle drei Indizes gingen damit nur knapp unter ihren im Verlauf erreichten neuen Allzeithochs aus dem Handel.

Powell hat bei der Anhörung eine Zinserhöhung im Dezember signalisiert. „Die Rahmenbedingungen sprechen für eine Zinsanhebung im Dezember“, sagte Powell während einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats. „Es wird Zeit die Leitzinsen zu normalisieren.“ An den Finanzmärkten wird fest mit einem Zinsschritt im Dezember gerechnet.

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Der bereits eingeleitete Abbau der aufgeblähten Bilanz wird sich nach Ansicht des Notenbankers unterdessen bis Anfang des kommenden Jahrzehnts hinziehen. Powell veranschlagte bei der Anhörung einen Zeitraum von drei bis vier Jahren für das im Herbst begonnene Manöver.

Das Wiederaufflammen des Haushaltsstreits zwischen Republikanern und Demokraten brachte die Anleger nicht aus der Ruhe. Präsident Donald Trump gab sich via Twitter pessimistisch, dass die weitere Finanzierung der Regierungsarbeit rasch geklärt werde. Dabei kritisierte die ranghöchsten Demokraten im Senat und im Repräsentantenhaus, Chuck Schumer und Nancy Pelosi.

Im Branchenvergleich wurden vor allem Bankaktien nachgefragt. So setzten sich JPMorgan mit einem Plus von 3,50 Prozent an die Spitze des Dow Jones und Goldman Sachs notierten mit plus 1,83 Prozent ebenfalls im Spitzenfeld. Im S&P-500 legten Bank of America 3,95 Prozent zu und Citigroup stiegen um 3,26 Prozent.

Selbst Wells Fargo verzeichneten mit plus 2,98 Prozent einen klaren Kursaufschlag, obwohl sich das Finanzinstitut mit neuen Vorwürfen konfrontiert sieht. Wie das „Wall Street Journal“ berichtete, soll die Bank einigen Firmenkunden bei Währungsgeschäften höhere Gebühren berechnet haben als vereinbart.

Ebenfalls kein Kopfzerbrechen bereitete den Anlegern die geplatzte Übernahme des auf Automatisierungstechnik spezialisierten Konzern Rockwell Automation durch seinen Konkurrenten Emerson Electric. Die Rockwell-Aktie stieg um 2,36 Prozent, für die Emerson-Titel ging es sogar 3,30 Prozent nach oben.

Emerson-Electric-Konzernchef David Farr war dennoch wenig erfreut: „Wir sind enttäuscht, dass sich die Rockwell-Führung weigert, die mögliche Zusammenlegung unserer beiden großartigen Unternehmen auch nur zu diskutieren“, sagte der Manager.

Für kein Kursfeuerwerk sorgte unterdessen die Ankündigung des Pharmakonzerns Merck & Co, die Dividende zu erhöhen und ein Aktienrückkaufprogramm zu starten. Die Merck-Aktie stieg zwar um 0,70 Prozent, fand sich damit aber im unteren Drittel des Dow Jones wieder.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA579 2017-11-28/22:26


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