Bosnier floh bei Kontrollen an Tiroler Grenze zu Fuß über Autobahn

Der Mann war kurz vor der deutschen Kontrollstelle aus dem Fahrzeug gesprungen. Der 41-Jährige sowie der Autolenker wurden festgenommen.

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Grenzkontrollen beim Übergang Kufstein-Kiefersfelden. (Archivbild)
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Kufstein, Kiefersfelden – Ein 41-jähriger Bosnier ist am Dienstag kurz vor der deutschen Kontrollstelle auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden aus einem Fahrzeug gesprungen und zu Fuß Richtung Österreich gelaufen. Der Lenker des Fahrzeuges, ein 43-jähriger Kroate, wollte daraufhin seine Fahrt über die Grenze fortsetzen, teilte die deutsche Polizei mit. Beide Männer wurden vorläufig festgenommen.

Ein Polizist hatte am Dienstagabend beobachtet, wie ein Transporter kurz vor der Kontrollstelle stoppte, der Beifahrer das Fahrzeug verließ und entgegen der Fahrtrichtung davon lief. Nach einer kurzen Verfolgung konnte der Flüchtige bei der Raststätte Inntal-Ost gestellt werden. Dabei stellte sich heraus, dass der Bosnier geflüchtet war, weil er nicht über die erforderlichen Einreisepapiere verfügte.

Lenker hatte keinen Führerschein

Der kroatische Lenker des Lieferwagens wollte hingegen seine Fahrt fortsetzen, nachdem sein Bekannter aus dem Wagen gesprungen war. Er wurde jedoch von den Beamten auf die Anhaltespur gelotst. Er hatte zwar die erforderlichen Dokumente für eine Einreise nach Deutschland, aber keinen Führerschein.

Der Kroate gab schließlich zu, gewusst zu haben, dass sein Freund mit seinen österreichischen Asylpapieren nicht hätte einreisen dürfen. Deshalb habe er ihn vor der Kontrollstelle der Bundespolizei aus dem Fahrzeug steigen lassen. Beide Männer, die einen Wohnsitz in Niederösterreich haben, behaupteten, nur versehentlich in Deutschland gelandet zu sein. Ihr Ziel sei eigentlich Innsbruck gewesen.

Der Bosnier muss sich nun wegen unerlaubter Einreise strafrechtlich verantworten. Dem Lenker erwarten Strafverfahren wegen Beihilfe und Fahrens ohne Fahrerlaubnis, hieß es. Das Auto wurde sichergestellt. Der 43-Jährige durfte schließlich die Dienststelle zu Fuß verlassen. Der Bosnier wurde nach Österreich zurückgewiesen. (APA)


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