AKV: Nach Reform vorerst leichter Anstieg der Privatinsolvenzen

Wien (APA) - Seit Anfang November gelten Vereinfachungen für die Privatinsolvenz. In Erwartung dieser Erleichterungen hatte es ab Februar 20...

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Wien (APA) - Seit Anfang November gelten Vereinfachungen für die Privatinsolvenz. In Erwartung dieser Erleichterungen hatte es ab Februar 2017 weniger Anträge gegeben - seit Oktober gibt es wieder einen Anstieg, hat der Gläubigerschutzverband AKV erhoben. Da noch viele Altfälle aufgearbeitet werden, rechnet der AKV erst im 1. Quartal 2018 mit einen großen Anstieg.

Ende Jänner wurden die Erleichterungen bekannt, von Februar bis September 2017 wurden daraufhin etwa ein Viertel weniger Privatinsolvenzen als in der gleichen Periode 2016 eröffnet. Im Oktober (3,86 Prozent) und November (2,71 Prozent) habe es wieder einen leichten Anstieg im Jahresvergleich gegeben. In Summe liegen die Privatinsolvenzen aber immer noch um 18 Prozent unter dem Vorjahr, zeigen die AKV-Zahlen.

Die Dauer der Abschöpfung von Einkommen über dem Existenzminimum ist nur auf fünf und nicht auf drei Jahre verkürzt worden, das schrecke nun einige Schuldner ab. Außerdem verhindere dies einen „Insolvenztourismus“ aus Deutschland, wo die „Wohlverhaltensphase“ auch fünf Jahre beträgt.

Auch unter dem neuen Insolvenzrecht enthalten „annähernd sämtliche Insolvenzanträge“ einen vorgeschalteten Zahlungsplan - obwohl direkt ein Abschöpfungsplan zulässig wäre. Der AKV zieht daraus den Schluss, „dass der Zahlungsplan auch zukünftig das primäre Entschuldungs-Instrumentarium darstellen wird“. Die Quoten dürften aber sinken, durchschnittlich 20 Prozent wie in der Vergangenheit dürften nicht mehr erreicht werden.

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~ WEB http://www.akv.at/ ~ APA074 2017-11-30/09:01


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