Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich negativ

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend schwächer notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg zwar um 127,7...

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Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend schwächer notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg zwar um 127,76 Zähler oder 0,57 Prozent auf 22.724,96 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel hingegen deutlich um 446,48 Zähler (minus 1,51 Prozent) auf 29.177,35 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel ebenfalls klar um 20,67 Punkte oder 0,62 Prozent auf 3.317,19 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit Verlusten. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 33.149,35 Zählern mit minus 453,41 Punkten oder 1,35 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 38,9 Zähler oder 0,64 Prozent auf 6.057,20 Einheiten.

Die jüngsten Raketentests von Nordkorea am Vortag belasteten die Stimmung im asiatischen Aktienhandel. Die USA kündigten verschärfte Sanktionen an und forderten China auf, seine Öllieferungen an Nordkorea einzustellen. China zeige sich hingegen skeptisch und auch Russland zeigte sich zu keinen weiteren Sanktionen bereit. Einzig der japanische Aktienhandel ließ sich nicht von den politischen Spannungen beeindrucken. Gestützt haben dürften hier unter anderem Konjunkturdaten.

Die japanische Industrieproduktion hat dank gut laufender Geschäfte mit dem Ausland weiter deutlich zugelegt. Im Oktober zog der Ausstoß zum zwölften Mal in Folge an, obwohl die Produktion teilweise von Unwettern gestört wurde. Die Industrieproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten allerdings mit einem noch stärkeren Anstieg gerechnet.

Aus China gab es ebenfalls gute Konjunkturnachrichten. Dort hat sich die Stimmung in den Chefetagen großer und staatlich geführter Industriebetriebe überraschend gebessert. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) im herstellenden Gewerbe lag im November bei 51,8 Punkten und damit etwas höher als noch im Oktober. Analysten hatten mit einem weiteren Rückgang gerechnet.

Bei den Einzelwerten in Tokio profitierten die Anteilsscheine von Oriental Land von Unternehmensnachrichten. Der Betreiber des Disney Resort Tokio hatte einen Ausbau des Vergnügungsparks um umgerechnet 2,68 Milliarden Dollar angekündigt. Die Erweiterung soll mehr Touristen anziehen, hieß es. Der Kurs von Oriental Land legte um 3,58 Prozent zu.

In Hongkong rangierten die Aktien von AAC Technologies mit einem Minus von 6,18 Prozent als Schlusslicht des Hang Seng Index. Am Vortag hatte an der Wall Street ein Abverkauf von Technologiewerten eingesetzt. Marktbeobachter sprachen von Portfolioumschichtungen und Gewinnmitnahmen.


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