Neuer Anlauf für „Salzburg 2024“

In Salzburg gibt es eine neue Initiative, aber kaum politische Befürworter für die Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2024.

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© ANDREAS SOLARO / AFP / picturede

Innsbruck –Im kommenden Jahr werden das niederländische Leeuwarden und Maltas Hauptstadt Valletta den Titel Europäische Kulturhauptstadt tragen. Österreich wird wiederum im Jahr 2024 zum dritten Mal eine der beiden Kulturhauptstädte Europas stellen. Während St. Pölten bereits im September die Kandidatur fixierte, hat in Salzburg eine Initiative aus Kulturschaffenden nun einen letzten Anlauf gestartet, auch die Stadt mög­e sich um den Titel bewerben. Die Zeit drängt, doch für das Vorhaben zeichnet sich nur geringe politische Unterstützun­g ab.

„Salzburg muss zwar nicht um Bekanntheit buhlen, wird aber immer noch als Mozart- und Festspielstadt wahrgenommen. Was wir brauchen, ist ein Modernisierungsschub“, betont Tomas Friedmann, Urheber der „Initiative Salzburg 2024“. Es gehe darum, „wie sich die Stadt und die Region in den nächsten Jahrzehnten kulturell und zeitgenössisch positionieren soll“.

Allerdings drängt die Zeit: Ende 2018 endet die Bewerbungsfrist, bis dahin müssten ein inhaltliches Konzept und ein Finanzplan vorliegen. Doch in der Stadt befürwortet momentan nur die grüne Bürgerliste klar eine Kandidatur. „Salzburg hat in der Kultur Kernkompetenz und internationalen Ruf“, erklärte hingegen Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP). „Wir sind so bekannt, dass wir hier kein Geld mehr ausgeben müssen.“

Die Vorarlberger Rheintalstädte Bregenz, Dornbirn, Hohenems und Feldkirch wollen im Frühjahr 2018 über eine Bewerbung entscheiden. Das letzte Wort hat dann eine internationale Jury. (TT, APA)

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