Syrien-Krieg - UNO: „Humanitärer Notfall“ in Ost-Ghouta

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA339 vom 30.11.2017 muss es im 3. Absatz richtig heißen: „...allein im Oktober...“ (nicht: „...allein heuer...“) --------------------------------------------------------------------- ~ Genf (APA/dpa) - Die Vereinten Nationen haben die belagerte Rebellenenklave Ost-Ghouta in Syrien zum „humanitären Notfall“ erklärt. Das Leid der 400.000 Zivilisten in der Vorstadt von Damaskus sei unerträglich, sagte UNO-Nothilfekoordinator Jan Egeland am Donnerstag in Genf. Nur wenige tausend Menschen hätten unter größten Mühen und Gefahren versorgt werden können.

500 Menschen, darunter Verletzte und Kinder, schwebten wegen Unterernährung und fehlender Behandlung in Lebensgefahr. „Wir sind frustriert, wütend und schockiert“, sagte Egeland an die Adresse der Kriegsparteien. In Genf verhandeln aktuell die syrischen Konfliktgegner über Wege zur Beilegung des Konflikts.

Während die Hilfe für Menschen in den von der Regierung kontrollierten Gebieten meist klappe, sei der Zugang über die Kampflinien hinweg äußerst schwierig, sagte Egeland. Die Kämpfe hätten allein im Oktober 440.000 Menschen aus ihrer Heimat in andere Gebiete Syriens vertrieben. Dies übersteige die Zahl der Rückkehrer um etwa das Dreifache.

Die Aussichten auf eine baldige Friedenslösung für Syrien nach fast sieben Jahren Bürgerkrieg sind gering. Die sieben vorausgegangenen Verhandlungsrunden in Genf hatten keine Annäherung gebracht.


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