Spanier Arias wird neuer Chef der Chemiewaffen-Organisation

Den Haag (APA/dpa) - Der spanische Diplomat Fernando Arias ist zum neuen Generaldirektor der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (O...

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Den Haag (APA/dpa) - Der spanische Diplomat Fernando Arias ist zum neuen Generaldirektor der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ernannt worden. Die Delegierten der Vertragsstaaten sprachen sich am Donnerstag auf ihrer Jahreskonferenz in Den Haag einstimmig für den Botschafter aus. Arias soll im Juli 2018 den türkischen Ahmet Üzümcü ablösen, der dann acht Jahre an der Spitze der OPCW stand.

Der spanische Botschafter in den Niederlanden wurde zunächst für eine Amtszeit von vier Jahren an der Spitze der OPCW ernannt. Die Organisation mit Hauptsitz in Den Haag ist für die Umsetzung der Konvention zur Abschaffung der Chemiewaffen verantwortlich, die vor 20 Jahren in Kraft getreten war.

Der 65 Jahre alte studierte Jurist übernimmt die Leitung in einer schwierigen Zeit für die Organisation, die 2013 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden war. Der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien führte zu einer politischen Zerreißprobe für die OPCW.

Ein Expertengremium der UNO und der OPCW hatte festgestellt, dass die syrische Regierung Chemiewaffen eingesetzt hatte. Russland und das mit ihm verbündete Syrien weisen das aber als falsche Behauptungen zurück. Russland hatte mit einem Veto im UNO-Sicherheitsrat weitere Ermittlungen der Experten in Syrien blockiert.

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~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA470 2017-11-30/16:14


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