Sport: Neues Zentrum will sich um Konflikte im Spitzensport kümmern

Genf (APA/dpa) - Ein neues Zentrum für Sport und Menschenrechte will Konflikte und Probleme im internationalen Sport künftig früh erkennen u...

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Genf (APA/dpa) - Ein neues Zentrum für Sport und Menschenrechte will Konflikte und Probleme im internationalen Sport künftig früh erkennen und möglichst lösen. Das Zentrum, das 2018 seine Arbeit aufnehmen soll, habe unter anderem zum Ziel, auch bei Großveranstaltungen mehr Transparenz und klarere Verantwortlichkeiten zu schaffen, teilten die Organisatoren am Donnerstag in Genf mit.

Das Zentrum wird unterstützt von Organisationen wie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), dem Weltfußballverband FIFA, Menschenrechtsorganisationen sowie Sponsoren wie Adidas oder Coca-Cola.

Die Menschenrechtsorganisationen erhoffen sich von dem Zentrum mehr Durchschlagskraft. Zu viele Probleme verhallten in der „Echokammer“ des olympischen Sports und bei der FIFA, sagte Minky Worden von Human Rights Watch der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Außerdem hätten die Sponsoren die Nase voll davon, „wegen ihrer Verbindung zu den Organisationen kollektiv geteert und gefedert zu werden.“ Zuletzt hatten Menschenrechtler unter anderem die Bedingungen für Bauarbeiter auf den WM-Baustellen in Katar scharf kritisiert. In dem Golfstaat soll 2022 die Fußball-WM stattfinden.


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