Die gute Geschichte zum Advent: Ein Leben für die Menschlichkeit

100 Jahre alt und fast 80 Jahre im Krankendienst: Sr. M. Theodora feiert zwei Jubiläen.

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Schwester M. Theodora kurz vor ihrem 100. Geburtstag. 80 Jahre verbrachte die Ordensfrau mit der Hilfe für andere.
© Caritas

Innsbruck –Das zweite Türchen im heurigen Adventkalender von Caritas und der TT ist der Blick auf eine ganz besondere Frau. Schwester M. Theodora von den Barmherzigen Schwestern. Eine Frau, die dieser Tage gleich zwei besondere Jubiläen feiern kann. Eine Frau, die sich ihr ganzes Leben lang in den Dienst der Menschlichkeit gestellt hat. Generaloberin Schwester Thorer stellt sie vor:

„Ich schreibe diese Zeilen ein paar Tage vor ihrem 100. Geburtstag. Dieser Tag ist dann zugleich auch der Tag, an dem ihr 80-Jahr-Professjubiläum in unserer Gemeinschaft gefeiert wird. Wenn jemand das alles feiert, die meiste Zeit des Berufslebens im Krankendienst war, dann braucht es nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, was an Gutem von einem solchen Leben ausgegangen ist. Aber das ist es nicht, was ich hier in den Mittelpunkt rücken möchte. Die Begegnung mit ihr führt zur Frage: Was macht heute ihr Leben aus?“ Und die Generaloberin erzählt weiter: „Wenn ich sie erlebe, mit welch großer Zufriedenheit und Dankbarkeit sie die Beschwerden des Alters und auch alles ‚Angewiesensein‘ trägt, wenn ich ihr Interesse an meinem Befinden spüre, ‚Geht es dir gut?‘, wenn ich merke, wie ihr Leben gefüllt ist mit Gebet, dann verliert alles hektische Tun, mag es noch so gut sein, an Bedeutung. Es ist schön, ihre Ernsthaftigkeit zu spüren, wenn sie sich immer wieder an das Gedicht bei einem Wegkreuz erinnert: ‚Wanderer steh still, verweil’ ein wenig hier, betrachte mich am Kreuz, weil du einst kommst zu mir.‘ Schön auch, wenn sie inzwischen die letzte Zeile umdichtet in „… weil du kommst bald zu mir“. Und dann hängt sie die Bitte an Jesus an, dass dieses ‚Bald‘ doch ‚bald‘ sein möge. Mit einem ‚Gelt, wir bleiben verbunden!‘ verabschiedet sie mich dann.

Menschen werden zum Segen für andere durch das, was sie für sie tun. Menschen werden auch zum Segen für andere, für eine Gemeinschaft durch ihr zufriedenes, dankbares Da-Sein und ihr Gebet. Sr. M. Theodora ist eine von ihnen.“ (TT)


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