Europas Leitbörsen zur Eröffnung uneinheitlich

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am frühen Freitagvormittag nach der aufgeschobenen Abstimmung um die US-Steuer...

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Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am frühen Freitagvormittag nach der aufgeschobenen Abstimmung um die US-Steuerreform mit uneinheitlicher Tendenz gezeigt.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.30 Uhr mit minus 0,44 Prozent oder 15,53 Punkte bei 3.554,40 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 0,15 Prozent oder 19,19 Zähler auf 13.043,17 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,39 Prozent oder 28,92 Einheiten auf 7.355,59 Punkte.

An der Datenfront zieht am heutigen Handelstag ein wahrer Sturm an Einkaufsmanagerindizes der Verarbeitenden Gewerbe aus Großbritannien, Eurozone und den Vereinigten Staaten auf. Schon veröffentlichte Zahlen des Barometers in Spanien fielen mit 56,1 Zähler um 0,4 Einheiten unter den Erwartungen der Experten aus.

Im Branchenvergleich waren am Vormittag Öl- und Gasunternehmen gut gesucht. Auch Chemie- und Telekomwerte rückten auf die Kauflisten der Anleger. Am anderen Ende der Branchentafel rangierten Auto- und Zulieferer.

Die Kurszuwächse bei Ölwerten dürften mehrheitlich der Einigung von OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten, die Ölproduktionskürzungen unter Vorbehalt bis Ende 2018 zu verlängern, zuzuschreiben sein. Unter den stärksten Werten rangierten somit Eni und Total mit jeweils plus 0,58 und 0,62 Prozent.

Unternehmensseitig blickten Investoren zum einen auf den Übernahme-Deal von Air Berlin der Lufthansa. Die deutsche Fluggesellschaft hat nach Angaben der EU-Wettbewerbshüter kurz vor Fristende Zugeständnisse für die angestrebte Übernahme der Air-Berlin und deren Österreich-Tochter Niki gemacht. Die Frist für eine Entscheidung verlängere sich damit nun bis zum 21. Dezember, teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Aktien der Lufthansa gewannen 2,63 Prozent.

Daneben trat auch Bayer in den Vordergrund. Die Aktien des Chemie- und Pharmagiganten gewannen mehr als ein Prozent, nachdem die US-Sicherheitsbehörde CFIUS zur Überprüfung ausländischer Investitionen in den USA grünes Licht zur Übernahme von Monsanto durch die Leverkusener gegeben hatte.

Zur Royal Bank of Scotland gab es ebenfalls Neuigkeiten zu vermelden. Das Finanzinstitut hatte bekannt gegeben, 680 Stellen streichen zu wollen. Die Wertpapiere reagierten mit einem Kursminus von knapp ein Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA100 2017-12-01/09:44


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