Bergläufer und Retter mussten am Stanser Joch biwakieren

Ein 30-Jähriger hatte sich am Donnerstagnachmittag bei einer Runde zum Stanserjoch offenbar übernommen. Er musste mit seinen Rettern die Nacht am Berg verbringen.

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Die Bergretter und der verletzte Bergläufer mussten die Nacht am Stanser Joch verbringen.
© ZOOM.TIROL

Schwaz – Ohne passende Ausrüstung und nur in Turnschuhen machte sich am Donnerstag gegen 13 Uhr ein 30-Jähriger zu einer Lauf-runde zum Stanser Joch auf. Als er rund drei Stunden später kurz unterhalb des Gipfels – es lag rund ein Meter Neuschnee – völlig erschöpft war, alarmierte der Österreicher seine Mutter. Diese setzte die Rettungskette in Gang.

16 Mann der Bergrettung Schwaz rückten mit drei Fahrzeugen aus. Der Voraustrupp erreichte den 30-Jährigen gegen 22 Uhr. Der Bergläufer hatte seine Schuhe ausgezogen und wies bereits deutliche Zeichen von Erfrierungen auf. Ein Bergrettungsnotarzt wurde nachgefordert.

Das Wetter hatte sich in den Stunden so sehr verschlechtert, dass der Verletzte nicht mehr ins Tal gebracht werden konnte. Bergretter, Notarzt und der 30-Jährige mussten am Berg biwakieren. Erst Freitagfrüh gegen 7 Uhr konnte die Gruppe mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden. (TT.com)

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