Fall Lucile: Täter ging bei Mord in Freiburg „äußerst brutal“ vor

Jener Mann, der auch die französische Studentin Lucile K. in Kufstein ermordet haben soll, soll sein Opfer in Deutschland mit mehreren wuchtigen Schlägen getötet haben.

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Der 40-jährige Rumäne war zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.
© APA/dpa/Patrick Seeger

Freiburg – Dritter Verhandlungstag im Landgericht Freiburg im Mordprozess gegen Catalin C. – und nachdem der Angeklagte seine Tat ja am ersten Verhandlungstag gestanden hatte, wurde gestern klar, wie brutal der Mann die 27-jährige Carolin G. aus der Nähe von Freiburg ermordet hat.

Die Frau sei durch mehrere wuchtige Schläge auf den Kopf mit einem harten Gegenstand getötet worden, sagte ein Gerichtsmediziner am Freitag. Zudem sei sie äußerst brutal gewürgt und vergewaltigt worden. Bei diesen Gewaltakten sei sie noch am Leben gewesen. Dies habe die Obduktion der Leiche ergeben, schilderte der Gutachter. Dem Angeklagten werden Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen.

Der Angeklagte Catalin C. hatte zum Auftakt des Verfahrens eingeräumt, die Joggerin mit einer – fast leeren – Schnapsflasche erschlagen zu haben. Das sei durchaus möglich, erklärt der Experte laut der Badischen Zeitung. Bei der Obduktion fanden die Experten Hinweise auf mindestens sechs Schläge auf den Kopf. „Bei einer Einwirkung von Glasflaschen könnten die nötigen Energien dann erreicht werden, wenn die Flaschen beim Auftreffen am Kopf intakt bleiben.“ Tatsächlich fanden die Ermittler am Tatort keine Scherben.

Am kommenden Montag, den 4. Dezember, sollen zwei Rechtsmediziner und ein Kriminalbeamter aus Tirol vernommen werden. Möglicherweise können von dort aus dann auch Rückschlüsse für den Mord an Lucile K. in Kufstein gezogen werden. Bisher hatte der Angeklagte zu dieser Tat, die ihm ja ebenfalls vorgeworfen wird, nichts gesagt.

Tags darauf wäre dann das forensisch-psychiatrische Gutachten am Plan. Ein Urteil könnte noch vor Weihnachten ergehen. (TT, mw)


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