Börse London schließt mit Verlusten

London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Freitag kurz vor Handelsschluss ins Minus gedreht geschlossen. Der FT-SE-100 konnte sich in e...

  • Artikel
  • Diskussion

London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Freitag kurz vor Handelsschluss ins Minus gedreht geschlossen. Der FT-SE-100 konnte sich in einem negativen europäischen Umfeld besser als seine Pendants behaupten. Dennoch waren die Aussagen Michael Flynns, ehemaliger Sicherheitsberater Donald Trumps, er habe im Auftrag Donald Trumps mit Russland verhandelt und bekenne sich schuldig, eine schwere Last auf die Indizes der Welt.

Demnach schloss der in London notierte FTSE-100 bei 7.300,49 Punkten und einem Minus von 0,36 Prozent. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 26 Gewinner und 73 Verlierer gegenüber. Zwei Titel notierten unverändert.

Konjunkturdatenseitig rückten zuvor zu Wochenschluss Industriezahlen ins Zentrum. Unbeeindruckt von den Folgen des Brexit ist die britische Industrie im November nämlich durchgestartet. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 1,6 auf 58,2 Punkte, wie das Institut IHS Markit zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Das Barometer liegt damit auf dem höchsten Niveau seit August 2013 und deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Unter den Einzelwerten rückten in London zum einen die Aktien der Royal Bank of Scotland in den Fokus. Das Finanzinstitut gab bekannt, 690 Stellen streichen zu wollen. Die Aktien der RBS reduzierten sich um 2,35 Prozent.

Des Weiteren traten die Wertpapiere der Royal Mail in den Vordergrund. Sie verloren 3,91 Prozent nachdem Deutsche Bank, Jefferies und Berenberg allesamt das Kursziel der Aktie reduziert hatten.

Ebenfalls im Blickfeld waren Indivior. Die Titel des Pharmaunternehmens gewannen 3,02 Prozent. Zuvor hatte die Nahrungs- und Gesundheitsbehörde der Vereinigten Staaten (FDA) ein neues Medikament des Unternehmens zugelassen.

Die Aktien des Rüstungskonzerns Babcock International verloren dagegen wiederum 1,00 Prozent. Ausschlaggebend waren hier die Experten von Morgan Stanley, die ihre Kaufempfehlung zurückgezogen hatten.

Im Zuge des angezogen Ölpreises rückten auch Ölwerte in den Fokus. So gewannen Tullow Oil 3,19 Prozent. BP und Shell stiegen um 0,59 bzw. 0,23 Prozent. Der Preisanstieg dürfte auf die Einigung der OPEC- und einiger Nicht-OPEC-Länder, die Produktionskürzungen bis Ende 2018 zu verlängern, zurückzuführen sein.

~ ISIN GB0001383545 ~ APA523 2017-12-01/18:19


Kommentieren