Ski alpin: Svindal nach Comeback-Sieg in Beaver: „Super ist das“

Beaver Creek (Colorado) (APA) - Das sagte Aksel Lund Sindal, der am Samstag die Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek gewonnen hat, zu:...

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Beaver Creek (Colorado) (APA) - Das sagte Aksel Lund Sindal, der am Samstag die Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek gewonnen hat, zu:

- Seinen Gefühlen nach dem ersten Sieg seit fast zwei Jahren: „Super ist das. Aber Beaver Creek ist auch immer ganz speziell für mich.“

- Der Phase seit seinem Sturz samt schwerer Knieverletzung im Jänner 2016 in Kitzbühel: „Damals ist mir ein sehr guter Saisonstart gelungen, dann kam der Crash in der Kitzbühel-Abfahrt. Seitdem habe ich es im Vorjahr ein paar Mal probiert, aber kein Rennen mehr gewonnen. Es ist wirklich schön, wieder einmal ganz vorn zu sein.“

- Dass er nun der erste seit Hermann Maier 1999/2000 ist, der die Abfahrt von Beaver Creek zwei Mal in Folge gewonnen hat: „Ich bin total happy mit heute. Das ist ja immer noch sein Wohnzimmer.“

- Warum er Startnummer eins gewählt hatte: „Ich habe die Trainingsläufe im Video studiert und dachte, ich muss etwas unternehmen. Also entweder ganz vorne starten, oder 11 oder 12 nehmen. Ich kenne die Strecke ja sehr gut und habe zum Trainer gesagt, wenn die 3 nicht mehr frei ist, nehme ich die 1. Ich dachte, das ist das kleinste Risiko und tatsächlich war es kein Nachteil.“

- Dass er sich 2007 hier schwer verletzt hat und nun trotzdem schon 6 Siege und 13 Podiums in Beaver Creek hat: „Seit ich hierherkomme, ist das eines meiner Lieblingsrennen im Weltcup. Dass ich hier so schwer gestürzt und einige Wochen im Spital war, war natürlich nicht so gut. Andererseits war es der beste Ort für so einen Unfall. Ich war im besten Krankenhaus der Welt.“

- Warum er am Sonntag nicht im Riesentorlauf startet: „Mein Knie funktioniert, aber noch nicht perfekt. Ich kann nur eine bestimmte Anzahl von Tagen trainieren. Wenn die anderen am GS-Hang sind, sitze ich am Rad. Ich hatte einfach nicht genug Zeit, um Riesentorlauf zu trainieren.“

- Ob ihn die Skatingschritte am Start besonders schnell machen würden: „Schwer zu sagen. Es war mehr eine psychologische Aktion. Ich wollte einfach Selbstbewusstsein und Flagge zeigen. Man muss Max Franz fragen, wie man oben schnell ist. Denn das war er.“

- Zu seinen vielen Verletzungen und wie er dennoch so positiv bleiben konnte: „Ich hatte Glück, dass ich mich bis 2007 nicht wirklich schwer verletzt hatte. Damals war ich 24 und schon einer der Besten der Welt. In den vergangenen Jahren hatte ich einige Rehabs. Wäre das alles früher passiert, würde ich vielleicht nicht hier sitzen. Aber wenn du als guter Athlet älter bist, läuft rundherum alles professionell weiter und du kriegst gleich wieder gute Ski. Mit 17 Jahren wärst du da verloren.“

(Aufgezeichnet von Hans Gödel/APA in Beaver Creek)


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