Landtagswahlen 2018 2 - Vorige Runde änderte viel

Wien (APA) - Kräftig umverteilt wurden in der Landtags-Wahlrunde 2013-15 bei den Mehrheiten, Regierungen und LH-Sesseln. Nur in Wien und Nie...

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Wien (APA) - Kräftig umverteilt wurden in der Landtags-Wahlrunde 2013-15 bei den Mehrheiten, Regierungen und LH-Sesseln. Nur in Wien und Niederösterreich blieben die alten Regierungen am Ruder, alle anderen Länder bekamen neue Koalitionen. Salzburg wurde wieder schwarz, Kärnten wieder rot, die Steiermark blieb knapp rot, bekam aber einen schwarzen Landeshauptmann.

So gibt es nur mehr drei rote Landeschefs: Neben Peter Kaiser in Kärnten noch Hans Niessl im Burgenland und Michael Häupl in Wien. In der Steiermark wurde die SPÖ zwar knapp Erste, verzichtete aber auf den Landeshauptmann - so dass es jetzt sechs schwarze gibt: Hermann Schützenhöfer in der Steiermark, Thomas Stelzer in Oberösterreich, Markus Wallner in Vorarlberg - neben Johanna Mikl-Leitner (NÖ), Günther Platter (Tirol) und Wilfried Haslauer (Salzburg).

Bereits weitgehend abgelöst ist die „Große Koalition“ auf Landesebene. Die früher dominierende Zusammenarbeit von ÖVP und SPÖ findet sich nur noch in Niederösterreich und der Steiermark. In allen anderen Ländern wurden die Koalitionen bunter - und teils auch größer, nämlich von drei Parteien gebildet.

Den Grünen bescherten die vorigen Landeswahlen einen großen Machtzuwachs: Sie sind jetzt in fünf Koalitionen dabei - und drei davon, in Kärnten, Salzburg und Tirol, stehen im nächsten Jahr zur Wahl. Mit Blick auf das Nationalrats-Desaster ist es ihr erstes Ziel, im Landtag zu bleiben. Die Ausgangslage ist sehr unterschiedlich: In Salzburg holte Astrid Rössler - dank der Aufdeckerrolle in Finanzskandal - den absoluten Grünen Top-Wert von 20,18 Prozent. In Tirol (jetzt schwarz-grün) und Kärnten (rot-schwarz-grün) stehen sie knapp über zwölf Prozent. In NÖ gab es nur 8,1 Prozent und keine Regierungsbeteiligung.

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In Salzburg koalierten die Grünen mit der ÖVP und dem Team Stronach (jetzt parteifreier Landesrat) - und das war die einzige Stronach-Beteiligung an einer frei gebildeten Koalition. In Niederösterreich und in Kärnten war das TS - bei den ersten Gehversuchen vor der NR-Wahl - stark genug für je einen Proporz-Landesrat. Nur in Tirol reichte es nicht für den Landtagseinzug. In Summe sind 2018 in den vier Wahl-Ländern mehr als 165.000 Stimmen - durchschnittlich 8,8 Prozent - von Wählern der mittlerweile von der Bildfläche verschwundenen Partei zu holen.

Am Leben geblieben sind - die ebenfalls 2013 erstmals in den Nationalrat gewählten - NEOS. Sie hoffen, ihre Präsenz in den Ländern auszubauen. Bisher haben sie es nur in Vorarlberg und Wien in den Landtag geschafft. In NÖ, Kärnten, Salzburg und Tirol treten sie 2018 zum ersten Mal an. 2013 waren sie, gerade erst im Aufbau für die NR-Wahl im Herbst, noch nicht dabei.

Die Hürden, die die NEOS - und andere Landtagskandidaten - nehmen müssen, sind unterschiedliche: In Niederösterreich reichen vier Prozent, in Kärnten, Salzburg und Tirol braucht man fünf Prozent, um an der Mandatsverteilung teilzunehmen.


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