BIZ lenkt Blick auf mögliche Folgen der langanhaltenden Minizinsen

Frankfurt/Basel (APA/Reuters) - Die Zentralbank der Notenbanken warnt vor dem Hintergrund der langanhaltenden Niedrigzinsphase vor künftigen...

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Frankfurt/Basel (APA/Reuters) - Die Zentralbank der Notenbanken warnt vor dem Hintergrund der langanhaltenden Niedrigzinsphase vor künftigen Marktverwerfungen.

Die Schwachstellen, die sich im Laufe der ungewöhnlich langen Zeit sehr tiefer Zinsen rund um den Globus aufgebaut hätten, seien noch immer vorhanden, erklärte der Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Claudio Borio, am Sonntag zur Vorlage des jüngsten Quartalsberichts. „Der Preis für kurzfristige Ruhe sind mögliche Turbulenzen auf lange Sicht.“ Borio leitet bei der in Basel ansässigen BIZ die Währungs- und Wirtschaftsabteilung.

Die BIZ weist darauf hin, dass es immer noch hohe Schuldenstände sowohl in Landes- als auch in Fremdwährung gebe. In vielen Ländern, die weniger heftig der Finanzkrise getroffen wurden, seien die Schuldenstände sogar inzwischen deutlich größer als vor der Krise. Zudem seien die Bewertungen vieler Vermögenswerte weiterhin hoch oder überzogen. Aus BIZ-Sicht wird dies teilweise durch die niedrigen Renditen der Staatsanleihen gestützt. Der Grund: Staatsanleiherenditen bilden die Referenz für die Bewertung aller Vermögenswerte. „Je länger die Phase der Risikobereitschaft anhält, desto stärker könnten die bilanzwirksamen Risikopositionen wachsen“, so die BIZ-Experten.

~ WEB http://www.bis.org/ ~ APA272 2017-12-03/18:10

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