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Vorwürfe gegen ÖSV: Ein System, das keiner verantworten will

Wenn es um Sportschwerpunktschulen geht, weist der Österreichische Skiverband die Verantwortung von sich. Nicola Werdenigg indes will hinter den Missbrauchsvorfällen „Systemisches“ erkennen.

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So langsam lichten sich die Wolken und Licht fällt auf Missbrauchsfälle in der heimischen Ski-Szene. Die Aufklärungswelle sollte wohl noch eine Zeit anhalten. (Symbolbild)
© gepa

Von Florian Madl

Innsbruck – Am 30. September 2017 war die Welt noch heil, da feierte das Schigymnasium Stams seinen 50. Geburtstag. Den größten negativen Anstrich erfuhr die Medaillenschmiede des heimischen Skisports in der bewegten und zumeist erfolgreichen Vergangenheit durch einen Bericht im deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel, in dem die Talentwerkstatt in die Nähe des anrüchigen DDR-Systems gerückt wurde. Ein Klacks im Vergleich zu dem, was sich augenblicklich abspielt. Dass Ex-Schüler anonym über untragbare Zustände und schwere sexuelle Übergriffe berichteten, will der Österreichische Skiverband nicht zu verantworten haben: „Wir legen großen Wert auf die Feststellung, dass der Österreichische Skiverband weder Träger von Schulen oder Internaten ist, noch Einfluss auf die Auswahl von Lehrern oder Erziehern hat“, heißt es in einer aktuellen Aussendung.


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