LafargeHolcim räumt schwere Fehler in Syrien ein

Rapperswil-Jona (APA/Reuters) - Der Schweizer Zementkonzern LafargeHolcim hat „inakzeptable Fehler“ in der Affäre um Schutzgeldzahlungen im ...

Rapperswil-Jona (APA/Reuters) - Der Schweizer Zementkonzern LafargeHolcim hat „inakzeptable Fehler“ in der Affäre um Schutzgeldzahlungen im syrischen Bürgerkrieg eingeräumt. Das Unternehmen arbeite mit den französischen Ermittlern zusammen, sagte Verwaltungsratspräsident Beat Hess in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der französischen Zeitung „Le Figaro“.

LafargeHolcim habe sich zu spät aus Syrien zurückgezogen. Im Mittelpunkt der französischen Ermittlungen steht der Vorwurf der „Finanzierung von terroristischen Vorhaben“.

Über die Affäre war Konzernchef Eric Olsen gestolpert und hatte das Unternehmen Mitte Juli verlassen. Eine interne Untersuchung hatte ergeben, dass die Maßnahmen zur Weiterführung des Betriebs in einem nordsyrischen Werk 2013 und 2014 nicht akzeptabel gewesen seien. Menschenrechtsorganisationen hatten dem Unternehmen vorgeworfen, die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezahlt zu haben, um weiterarbeiten zu können.

~ ISIN CH0012214059 WEB http://www.lafargeholcim.com ~ APA006 2017-12-04/01:52