Ski alpin: Schmidhofer: „Das war für uns guter Start in die Saison“

Lake Louise (APA) - Das erste Speed-Wochenende der alpinen Ski-Damen in der Olympia-Saison ist Geschichte und es hat für das ÖSV-Team den er...

Lake Louise (APA) - Das erste Speed-Wochenende der alpinen Ski-Damen in der Olympia-Saison ist Geschichte und es hat für das ÖSV-Team den ersten Saisonsieg sowie einen dritten Rang gebracht. Cornelia Hütter feierte mit dem Abfahrtssieg am Freitag in Lake Louise sowie Rang vier am Samstag ein tolles Comeback, Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer sorgte mit Rang drei im Super-G für einen weiteren Podiumsplatz.

„Das Wochenende hat für mich ein bisserl bescheiden angefangen, jetzt darf ich ein Podium mitheimnehmen“, freute sich Schmidhofer auch noch Bezug nehmend auf ihre verpatzten Abfahrten. Positiv fügte sie aber hinzu: „Wir Steirer waren wieder dick da: die Conny am Freitag und auch gestern ist sie ganz knapp am Podest vorbeigefahren und ich am Sonntag. Das war für unser Team einmal ein sehr guter Start in die Saison.“

Ihr bis Lake Louise letztes Podium hatte sie bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz geholt. „Wenn ich daran denke, muss ich immer smilen und dann darf ich noch Weltmeisterin dazu sagen“, meinte Schmidhofer grinsend. Das zuvor letzte Weltcup-Podium stammte hingegen schon vom Jänner 2014 (Abfahrtsdritte in Cortina d‘Ampezzo). Zwei Jahre später verletzte sie sich ausgerechnet in Cortina schwer und musste die Saison beenden. Eine Zeit, aus der sie im Nachhinein durchaus auch Positives ziehen kann.

„Es verändert sich halt viel. Mich hat die Verletzung schon auch irgendwie weitergebracht: einen gewissen anderen Zugang zu meinem Körper oder auch was du spürst auf den Ski“, erinnert sich die 28-Jährige. Auch die Vorbereitung habe da anders ausgeschaut. „Ein bisserl was anderes schadet vielleicht nicht, damit man nicht irgendwann in einen Trott reinkommt.“

Nun ist die Super-G-Weltmeisterin jedenfalls einmal froh, dass sie schon dicke Punkte geholt hat. „Alles was man schon am Anfang der Saison macht, ist natürlich angenehm und das nehme ich gerne mit. Und nächste Woche sind ja schon wieder zwei Super-G“, frohlockte Schmidhofer.

Für Anna Veith ist es nach ihrem Comeback in Kanada noch ein weiterer Weg zurück. Die Ränge 21 und 15 in den beiden Abfahrten und einen Ausfall am Sonntag im Super-G hat sie zu Buche stehen. Für die 28-jährige Salzburgerin ist das natürlich noch nicht das Gelbe vom Ei, doch sie muss sich in Geduld üben. „Ich muss mich einfach wieder dran gewöhnen, dass mir gewisse Fehler auch passieren. In der Zeit, bevor ich mich verletzt habe, war das nicht der Fall, da war ich einfach in Hochform“, erinnert Veith.

Für die Olympiasiegerin 2014 war Lake Louise „ein bisschen ein Dejavuerlebnis vom letzten Jahr“. Sie habe wie im letzten Jahr im ersten Rennen einen Stein erwischt. „Und jetzt der Super-G-Ausfall mit guter Zwischenzeit. Das war letztes Jahr genau gleich.“ Aber sie versuche einfach, weiterzumachen. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich auf einem schlechten Weg bin, aber ich muss es jetzt einmal umsetzen.“

Im Vergleich zu den Kolleginnen sei sie natürlich schon noch im Rückstand. „Natürlich wäre mir lieber, vielleicht einfach einmal gut und ohne Fehler herunterzufahren. Aber das ist halt im Moment noch nicht drinnen.“ In den nächsten Tagen stehen „ausrasten, regenerieren und schnell umstellen“ auf dem Programm, denn schon am Donnerstag geht es an den WM-Ort St. Moritz weiter. Da muss der Jetlag schnell überwunden werden.

Glückstrahlend verließen zwei Siegerinnen Lake Louise: Tina Weirather setzte sich im Super-G durch und nimmt auch aufgrund eines Materialwechsels viel Selbstvertrauen mit. „Es bedeutet mir deswegen viel, weil es war das erste Wochenende auf Head. Ich habe überhaupt nicht gewusst, wo ich stehe und wie es sich auf der Rennpiste anfühlt“, erklärte die Liechtensteinerin. Im Training sei es für sie zwar gut gelaufen, aber im Rennen sei die Piste doch anders. „Jetzt bin ich einfach total positiv und freue mich auf den Rest der Saison, weil es richtig gut geht.“

Und Mikaela Shiffrin hat überhaupt die Liebe zum Adrenalin, zu den Speed-Disziplinen, entdeckt: Abfahrtsdritte am Freitag, sensationell sogar Siegerin am Samstag und im Super-G auch noch Fünfte. Nach sieben Weltcuprennen hält die USA-Amerikanerin bei 510 Zählern, 174 Punkte vor der Deutschen Viktoria Rebensburg. „Es war ein ganz, ganz großartiges Wochenende. Es ist wirklich aufregend, in den Speed-Disziplinen zu fahren“, jubelte Shiffrin. Für sie sei es am wichtigsten gewesen, „die Mentalität zu finden, dass ich aggressiv sein kann und es einfach laufen zu lassen“.