Gute Geschichte: Projekt von Tiroler Schülern für Straßenkinder
Eine Abschlussarbeit der etwas anderen Art mit vielen Gewinnern.
Stams –Für andere Menschen Gutes tun und gleichzeitig etwas zu ihrem Schultyp Passendes veranstalten – das wollten Michael Spiegl (19), Julian Wienerroither (17) und Silvan Marxer (19) von der Ski-Handelsschule Stams bei ihrem Abschlussprojekt. Auf der Suche nach einer geeigneten Aufgabe stießen die drei Skisportler auf das LaufWunder der youngCaritas. Mit ihrer Schule daran teilzunehmen, war den Burschen jedoch zu wenig – und so initiierten sie ihr eigenes LaufWunder am Sportplatz Stams.
Von der Läufersuche über die Verpflegung bis hin zur Spendeneintreibung – alles organisierte das Trio selbstständig. Dementsprechend groß war die Freude darüber, dass der Aufwand mit einem Riesenerfolg belohnt wurde: 98 Sportlerinnen und Sportler der Skischule „errannten“ insgesamt 2569,80 Euro für ein Straßenkinderzentrum in Mali. In einem der ärmsten Länder der Welt, in dem 43 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze und vorwiegend von der Landwirtschaft leben, unterstützt die Caritas Tirol in der Stadt Segou ein Straßenkinderzentrum mit dem Ziel, Kindern ein Leben jenseits der Straße zu ermöglichen. Rund ein Drittel aller Kinder in Mali besuchen keine reguläre Schule – mit der gespendeten Geldsumme kann für 128 Straßenkinder das jährliche Schulgeld bezahlt werden.
„Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Trotz anfänglicher Skepsis und Schulstresses neben der Durchführung ist das Projekt voll aufgegangen“, so die drei Burschen unisono. Für die Schüler gab es obendrauf noch Top-Bewertungen für ihre Abschlussarbeit. „Man nimmt aus diesem Projekt unheimlich viel Erfahrung für das Leben mit, und das positive Feedback bestärkt mich zusätzlich. Ich würde gerne noch eine größere Veranstaltung organisieren“, zeigt sich Silvan Marxer für künftige Aufgaben bereit. Skispringer Julian Wienerroither will vor allem andere Menschen motivieren, anderen zu helfen: „Der Spaß steht beim LaufWunder im Vordergrund, dennoch sollte uns auch bewusst sein, dass wir alle für bessere Lebensbedingungen in Mali etwas beitragen können.“ Beeindruckt war Michael Spiegl von der Idee, „dass man mit Sport anderen Menschen helfen kann, die es nicht so gut haben wie wir“. (TT)