Russland will Kooperation mit NATO gegen Drogen aus Afghanistan
Moskau (APA/dpa) - Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die NATO zur Zusammenarbeit gegen die Drogenschwemme aus Afghanistan aufgerufen...
Moskau (APA/dpa) - Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die NATO zur Zusammenarbeit gegen die Drogenschwemme aus Afghanistan aufgerufen. „Wir rufen die Vertreter der NATO auf, gemeinsame Ansätze zu entwickeln, um das Drogengeschäft aus Afghanistan zu vertreiben und den Terrorismus, der sich von ihm ernährt“, sagte er laut der Agentur Tass am Montag in Moskau bei einer Konferenz zum Kampf gegen Rauschgift.
Einem Bericht des UN-Anti-Drogenbüros UNODC vom November zufolge war die Anbaufläche von Schlafmohn in Afghanistan 2017 mit 328.000 Hektar so groß wie nie. Es sei eine Rekordmenge von 9.000 Tonnen Opium, des Rohstoffs für Heroin, geerntet worden.
Moskau sieht sonst den Einsatz von NATO-Soldaten in Afghanistan kritisch, die dort gegen die radikalislamischen Taliban kämpfen. Über Russland und die Ex-Sowjetrepubliken in Zentralasien laufen wichtige Schmuggelrouten für afghanische Drogen. Die USA als wichtigster Endmarkt leiden derzeit unter einer Epidemie an Heroin-Abhängigen.
In Tadschikistan in Zentralasien wurde am Samstag nach offiziellen Angaben ein Oberst des Grenzschutzes getötet, als er und seine Männer eine Bande von Schmugglern aus Afghanistan stellen wollten. Nach dem Feuergefecht wurden vier Gewehre der Schmuggler und 33 Kilogramm Drogen sichergestellt. Tadschikistan hat eine 1.400 Kilometer lange, schwer zu bewachende Grenze mit Afghanistan.
~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA163 2017-12-04/11:17