EBEL

Im Haifischbecken schaltet die Ampel wieder auf Grün

Auch dank ihm sind die Haie wieder „on fire“ – Mitch Wahl traf in Villach zur Führung und marschiert in der dritten Linie voran.
© gepa

Nach einem makellosen Sechs-Punkte-Wochenende sind die Haie „back on track“, also zurück in der Spur. Ein Grund dafür heißt Mitch Wahl.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Dem 3:1-Heimsieg gegen Zagreb folgte ein 4:2-Auswärtserfolg in Villach. Haie-Herz, was willst du mehr? „Es waren nur zwei Spiele“, will Headcoach Rob Pallin nach der vorangegangenen Negativserie und von „zu Tode betrübt“ stimmungstechnisch nicht gleich wieder zu „himmelhochjauchzend“ übergehen. Die Erste Bank Eishockeyliga bleibt bei weiteren neun Spielen im Dezember ein beinhartes Tagesgeschäft. „Wir müssen Konstanz reinbringen. Nicht acht Spiele in Serie gewinnen und dann vielleicht sechs verlieren“, sagt Pallin.

Nach klaren Ansagen ist die Botschaft aber angekommen, dass bei einem Eishockey-Match beide Seiten des Pucks zählen. „Und wir haben uns auf der Defensivseite in den letzten Spielen verbessert. Alle arbeiten sehr hart und auch gut nach hinten“, attestiert Pallin einen gesunden Teamspirit als ausschlaggebendes Argument.

Einer der Gescholtenen blüht in der dritten Sturmreihe als Anführer auf – Mitch Wahl setzte sich mit sechs Punkten in den letzten drei Partien sogar an die Spitze der EBEL-Punkteliste. So antwortete der 27-jährige US-Amerikaner auf die Kritik in den Vorwochen und stützt Pallins These, dass er zu einer der positiven Überraschungen in der Liga zählen kann. So haben die Haie auch in den Linien an Ausgewogenheit gewonnen. „Wir haben uns schnell gefunden“, gibt Wahl das Lob auch an Ondrej Sedivy und Co. weiter. Und die Scoring Points seien Resultat der ganzen Mannschaft.

Am sechsten Tabellenrang, nur drei Punkte hinter dem Vierten, ist die Eishockey-Welt der Innsbrucker Haie wieder in Ordnung. In diesen Sphären will man sich auch in den kommenden Wochen bewegen. Der kommende Doppelpack gegen die Graz 99ers (Freitag zuhause, Sonntag auswärts) ist im Kampf um die direkte Play-off-Qualifikation von tragender Bedeutung.

Holst-Abschied: Die Trainer-Karriere einer schillernden Eishockey-Persönlichkeit könnte indes mit der Villacher Niederlage gegen den HCI zu Ende gegangen sein – Ex-Innsbruck-Legende Greg Holst, der die VSV-Adler in der Saison 2015/16 noch sensationell ins Halbfinale geführt hat, musste weichen. Der 63-jährige Kanadier wird vorerst von Co-Trainer Markus Peintner beerbt, die Gerüchteküche brachte für die Nachfolge auch Gerhard Unterluggauer ins Spiel. Der 41-jährige Ex-Hai trainiert derzeit die Heilbronner Falken in der zweiten deutschen Eishockeyliga.

„Wer glaubt, dass der Trainerjob leicht und einfach ist, lebt weit an der Realität vorbei. Es ist ein sehr schwieriger Job. Ich wünsche Greg Holst für die Zukunft nur das Beste“, bemerkt Pallin mit respektvollen Grüßen.

Starke Serien: Nach der Länderspielpause scheinen zwei Wahnsinnsserien auf. Rekordmeister KAC heimste 20 Punkte aus den letzten sieben Spielen ein, die Dornbirner Bulldogs katapultierten sich mit 18 Zählern vorerst auf Rang vier der Liga.