Afghanisches Parlament bestellte elf neue Minister

Kabul (APA/dpa) - Das afghanische Parlament hat nach langen Monaten eines knapp zur Hälfte besetzten Kabinetts elf neue Minister gebilligt. ...

Kabul (APA/dpa) - Das afghanische Parlament hat nach langen Monaten eines knapp zur Hälfte besetzten Kabinetts elf neue Minister gebilligt. Am wichtigsten waren die Wahlen für das sicherheitsrelevante Ressort Verteidigung, für das Tariq Shah Bahrami bestätigt wurde, und das Innenministerium, das nun Wais Barmak führt.

In beiden Ministerien hatte es mit der rasanten Verschlechterung der Sicherheitslage im Land viele Wechsel an der Spitze gegeben. Die Posten sind außerdem traditionell umkämpft zwischen den zerstrittenen Lagern in der Einheitsregierung von Präsident Ashraf Ghani und Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah.

Sie hatten sich seit der Wahl im Jahr 2014 auch über andere Kandidaten oft nicht einig werden können, so dass nicht nur viele Ministerstellen, sondern auch Gouverneursposten und andere Verwaltungsstellen unbesetzt blieben oder von Übergangskandidaten verwaltet wurden oder noch werden. Außerdem hatte das Parlament Minister aus unterschiedlichen Gründen entlassen.

Afghanistan mit seinen 25 Ministerien hat nun neue Chefs der Ressorts Landwirtschaft, Wirtschaft, Arbeit und Soziales, Ländliche Entwicklung, Höhere Bildung, Transport, Staatliche Bauvorhaben, Telekommunikation, sowie Stammesangelegenheiten und Grenzen. Die einzige Frau, die Bewerberin für das Ministerium für Minen, Nerges Nehan, wurde nicht bestätigt. Nehan ist eine Vertraute des Präsidenten und bekannt als kompromisslose Managerin. Weiter ohne Minister ist unter anderem das afghanische Außenamt.