Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mit unterschiedlichen Tendenzen notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 111,8...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mit unterschiedlichen Tendenzen notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 111,87 Zähler oder 0,49 Prozent auf 22.707,16 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann hingegen um 64,04 Zähler (plus 0,22 Prozent) auf 29.138,28 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor wiederum 8,00 Punkte oder 0,24 Prozent auf 3.309,62 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich uneinheitlich. Während der Sensex 30 in Mumbai zuletzt bei 32.869,72 Zählern mit plus 36,78 Punkten oder 0,11 Prozent tendierte, verlor der All Ordinaries Index in Sydney um 4,9 Zähler oder 0,08 Prozent auf 6.070,60 Einheiten.

Die Zustimmung des US-Senats zu Donald Trumps Vorschlag einer Steuerreform am Wochenende sorgte auf den Märkten grundsätzlich für Unterstützung. Marktbeobachter sprachen allerdings auch von belastenden Tendenzen durch die jüngsten Entwicklungen in der Affäre um Kontakte von Trump-Beratern zu Russland.

Obwohl der Kurs des Dollars nach der Verabschiedung der Steuerreform in den USA anzog und so japanische Produkte relativ günstiger machte, zeigten sich vor allem japanische Elektronikhersteller und andere Exportwerte tiefer. Im Nikkei-225 Index gingen etwa die Aktien von Olympus mit einem deutlichen Minus von 4,67 Prozent als Schlusslicht aus dem Handel. Deutlich fester schlossen hingegen die Aktien von Sony. Sie legten um 1,44 Prozent zu.

Auf der positiven Seite der Kurstafel standen die Anteilsscheine des Grafitherstellers Tokai Carbon mit deutlichem Abstand an der Spitze. Sie verteuerten sich um 6,29 Prozent. Gefolgt wurden sie von den Kursen des Uhrenherstellers Citizen (plus 4,29 Prozent) und von Familymart Uny (plus 3,18 Prozent).

Aus China kamen in Hinblick auf die Konjunktur zuversichtliche Nachrichten. Die chinesische Regierung wird Insidern zufolge im kommenden Jahr ihr Wachstumsziel beibehalten. Erwartet werde wie schon 2017 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts „um die 6,5 Prozent“, wie die Nachrichtenagentur Reuters von mit den Planungen vertrauten Personen erfuhr.

An der Börse in Hongkong legten die Aktien von Wanda Hotel Development um 10,49 Prozent zu. Das Unternehmen kündigte einen Umbau der Konzernstruktur mit einer neuen Holding an, die dem Firmengründer alleine gehören soll.

Der indische IT-Dienstleister Infosys macht Salil S Parekh zum neuen Konzernchef. Seine fünfjährige Amtszeit beginnt am 2. Jänner, teilte das Unternehmen am Wochenende mit. Parekh ist der zweite Infosys-Chef, der nicht aus der Riege der Firmengründer stammt. Sein Vorgänger Vishal Sikka, ein früherer SAP-Manager, hatte im August seinen Hut genommen. Die Firmengründer hatten unter anderem die Gehaltserhöhungen für Sikka und andere Top-Manager kritisiert. Die Anleger scheinen dem Personalwechsel positiv gegenüberzustehen: Die Infosys-Papiere legten um 2,54 Prozent zu.