Burgenland bestellte Ombudsmann für Sport- und Vereinswesen
Eisenstadt (APA) - Im Burgenland können sich die rund 4.900 Vereine aus dem Sport und allen Bereichen mit Fragen und Problemen an einen eige...
Eisenstadt (APA) - Im Burgenland können sich die rund 4.900 Vereine aus dem Sport und allen Bereichen mit Fragen und Problemen an einen eigenen Ombudsmann wenden. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) präsentierte am Montag in Eisenstadt den Rechtsanwalt und Vereinsrechtsexperten Wolfgang Rebernig als Leiter der dazu geschaffenen Sport- und Vereinsombudsstelle.
Rebernig soll etwa bei Fragen betreffend Vereinsgründung, Festlegung von Statuten, Abhaltung von Mitgliederversammlungen und bei der Durchführung von Rechnungsprüfungen Ansprechpartner sein, erläuterte Niessl. Auch bei Themen wie Abhaltung von Vereinsfesten und Vertragsgestaltungen im Bereich des Sponsorings und bei Dienstleistungen erhalten die Vereine Unterstützung. Das Angebot richtet sich auch an Feuerwehren.
Seine Aufgabe sei, den Vereinen „lösungsorientiert, unbürokratisch“ zur Seite zu stehen, sagte Rebernig. Ein Ombudsmann für Sport- und Vereinswesen sei hierzulande neu: „Es gibt in ganz Österreich noch keine derartige Stelle.“
Die Erstberatung werde kostenlos angeboten. Bisherige Anfragen gingen „quer durch den Gemüsegarten“ und reichten von klassischen, statutarischen Seiten bis hin zu den manches Mal nicht so erfreulichen Prüfungsverfahren bei den Gebietskrankenkassen“, schilderte der Vereinsombudsmann.
Seitens des Landes Burgenland würden jährlich rund 500 bis 600 Vereine mit einer Förderung von jeweils rund 1.000 Euro unterstützt, berichtete der Landeshauptmann. Für größere Vorhaben wie zum Beispiel die Errichtung von Sportstätten werde auch eine deutlich höhere Sportförderung zur Verfügung gestellt.
Ab Jänner will Rebernig in den Regionen Sprechtage abhalten. Den Anfang macht am 26. Jänner Jennersdorf, es folgen Mattersburg am 23. Februar und Neusiedl am See am 30. März. Die Sprechtage finden jeweils im Rathaus der Bezirkshauptstadt statt.
Nach einem Jahr werde man sich anschauen, wie viele Fälle es gegeben habe, kündigte Niessl an: „Aber ich glaube, bei 4.900 Vereinen wird der Bedarf meiner Meinung nach gegeben sein.“ Der Sport- und Vereinsombudsmann ist bereits seit September aktiv: Bisher seien 32 Stunden für Beratungen in 17 Vereinsanliegen aufgewendet worden.