Gerichtssplitter

Streit um Leine: Frauerl mit Pfefferspray besprüht

Symbolfoto.
© Böhm

Ausgerechnet auf dem Klinikareal war im Februar ein Streit zwischen Hundehaltern komplett außer Kontrolle geraten. Hatte eine Dame ihr Hunde...

Ausgerechnet auf dem Klinikareal war im Februar ein Streit zwischen Hundehaltern komplett außer Kontrolle geraten. Hatte eine Dame ihr Hunderl in der Nähe der Psychiatrie doch ohne Leine das Geschäft verrichten lassen. Dies erregte wiederum einen Innsbrucker, der seinen Hund ordnungsgemäß an der Leine führte, so, dass er der Frau – nach deren Darstellung – ins Gesicht spuckte. Diese Erniedrigung wollte wiederum das gerade 1,60 Meter große und 47 Kilogramm schwere Frauerl nicht auf sich sitzen lassen und verfolgte den Mann in Richtung Kinderklinik. Dort will der Innsbrucker von der Frau gewürgt worden sein: „Ich habe keine Luft mehr bekommen, ich handelte in reiner Notwehr!“ Damit bezog sich der 33-Jährige gestern am Landesgericht darauf, dass er der zarten Frau dabei seinen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und laut Ankläger Thomas Patterer diese wohl auch durch einen Faustschlag verletzt hat. Nicht nachvollziehbare Aussagen vor der Polizei ergaben zudem eine Anklage wegen Verleumdung für den Hundehalter und dessen Partnerin. Je 1200 Euro Geldstrafe sowie zehn bzw. sieben Monate bedingte Haft ergingen nicht rechtskräftig über das Paar. Das Frauerl bekam 200 Euro Teilschmerzengeld zugesprochen, muss aber selbst vor einer Anklage zittern.

2010 konnte Tirols größter Schlepperprozess rund um Schein-Einladungen an kubanische Bürger erstinstanzlich abgeschlossen werden. Die Hauptangeklagte fehlte aber. Die in die USA geflüchtete Frau konnte heuer jedoch bei ihrer Rückkehr nach Tirol verhaftet werden. Der für morgen geplante Prozessbeginn ist allerdings geplatzt. Der Richter liegt krank im Bett. (fell)

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