UniCredit-Aktionäre stimmten für Governance-Reform
Rom/Mailand (APA) - Bei der am Montag stattfindenden außerordentlichen UniCredit-Aktionärsversammlung hat die große Mehrheit der Aktionäre f...
Rom/Mailand (APA) - Bei der am Montag stattfindenden außerordentlichen UniCredit-Aktionärsversammlung hat die große Mehrheit der Aktionäre für eine vorgeschlagene Governance-Reform gestimmt. Für die Reform stimmten 98 Prozent der anwesenden Aktionäre, berichteten italienische Medien.
Mit der Reform soll das Geldhaus an die Standards der besten europäischen Banken angepasst werden und zu einer echten „Public Company“ aufrücken. Die Governance-Reform erfolgt durch den Wandel der Vorzugsaktien in Stammpapiere. Mit der Maßnahme soll die Kapitalstruktur der Bank vereinfacht werden. Vorgesehen ist auch die Abschaffung der bisher eingehaltenen Stimmrechtsbegrenzung von 5 Prozent. Damit soll die Bank für große Investoren attraktiver werden.
Der eingetragene Sitz des Bank-Austria-Mutterkonzerns wird nach zehn Jahren wieder von Rom nach Mailand verlegt werden. Der Sitz war vor zehn Jahren im Zuge der Akquisition der römischen Bank Capitalia in die Hauptstadt verlegt worden.
Der UniCredit-Board, der im kommenden Frühjahr erneuert wird, soll schlanker werden. Die Zahl der Mitglieder wird von 17 auf 15 schrumpfen. Statt drei Vize-Verwaltungsratspräsidenten soll es nur noch einen geben. Ein Drittel der Mitglieder werden Frauen sein. An der Aktionärsversammlung am Montag beteiligte sich auch der frühere Finanz- und Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni, der zum neuen Verwaltungsratspräsidenten anstelle des scheidenden Giuseppe Vita aufrücken wird.
~ ISIN IT0004781412 WEB https://www.unicreditgroup.eu ~ APA360 2017-12-04/14:58