UN: Ukraine hat weltweit die meisten Todesopfer durch Landminen

Kiew/Moskau (APA/dpa) - Der andauernde Krieg in der Ostukraine hat 2017 mehr Todesopfer durch Landminen verursacht als jeder andere Konflikt...

Kiew/Moskau (APA/dpa) - Der andauernde Krieg in der Ostukraine hat 2017 mehr Todesopfer durch Landminen verursacht als jeder andere Konflikt weltweit. Das sagte der UN-Repräsentant in dem osteuropäischen Land, Neal Walker, am Montag örtlichen Medien zufolge in Kiew. Der Organisation nach sind zwischen Jänner und September 103 Menschen entlang der Frontlinie allein durch Minen getötet oder verletzt worden.

Seit Ausbruch der Kämpfe zwischen den von Russland unterstützten Separatisten und ukrainischen Regierungseinheiten im April 2014 seien mehr als 2.500 Zivilisten getötet worden. Etwa 9.000 wurden verletzt. Insgesamt sprechen die UN von mehr als 10.000 Toten in dem Konflikt.

Trotz mehrerer Anläufe wird ein 2015 mit internationaler Vermittlung vereinbarter Friedensplan bis heute nicht umgesetzt. Täglich wird der geltende Waffenstillstand gebrochen. 2017 sind knapp 180 ukrainische Regierungssoldaten getötet und etwa 1.000 verletzt worden.