Stichwort: PIRLS

Wien/Boston (Massachusetts) (APA) - Die Progress in International Reading Literacy Study (PIRLS) testet die Leseleistungen von Schülern am E...

Wien/Boston (Massachusetts) (APA) - Die Progress in International Reading Literacy Study (PIRLS) testet die Leseleistungen von Schülern am Ende der vierten Klasse Volksschule. Durchgeführt wird sie alle fünf Jahre von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) in Boston (USA). In Österreich wickelt das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) die Studie ab.

Insgesamt nahmen 2016 50 Staaten und elf „Benchmark-Regionen“ (meist extra ausgewiesene Städte oder Provinzen von Teilnehmerländern) teil. Mit der von der OECD organisierten PISA-Studie für 15- bis 16-Jährige lassen sich die Ergebnisse nur bedingt vergleichen, da bei PIRLS neben vielen OECD-Staaten auch zahlreiche andere Staaten wie etwa Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Iran, Kuwait, Iran, Marokko, Südafrika oder Trinidad und Tobago mitmachen.

In Österreich wurde für PIRLS im April und Mai 2016 eine Stichprobe von knapp 4.500 Schülern aus ca. 150 zufällig ausgewählten Schulen getestet. Die Kinder mussten Informationstexte und literarische Texte lesen und anschließend dazu Fragen beantworten. Dafür standen ihnen 80 Minuten zur Verfügung. Per Fragebogen wurden außerdem Hintergrundinformationen erhoben, von denen angenommen wird, dass sie mit der Lesekompetenz in Verbindung stehen (z. B. sozialer Hintergrund, Lesegewohnheiten, Unterrichtsstrategien, schulisches Umfeld). Die Daten einzelner Schüler bzw. Schulen wurden nicht ausgewertet.

Nicht teilnahmeberechtigt waren außerordentliche Schüler sowie unter bestimmten Voraussetzungen Schüler mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Das waren in Österreich etwa fünf Prozent.