Die gute Geschichte: Kinder helfen Kindern
Schülerinnen des Innsbrucker Gymnasiums in der Au haben für Kinder in Jordanien und Armenien Spenden „erlesen“.
Innsbruck –„Lesewunder“ heißt ein Schulprojekt der Caritas, bei dem Schülerinnen für ausgewählte Bildungsprojekte Geld „erlesen“ können. Sie suchen sich dabei selbst Sponsoren, die für jedes gelesene Buch einen Geldbetrag zur Verfügung stellen. Im Bundesrealgymnasium in der Au in Innsbruck wird Lesen besonders groß geschrieben: „Lesen ist das Herzstück für das Verständnis der Welt, darum ist die Bibliothek der Angelpunkt unserer Schule“, erörtert Direktorin Margret Fessler. Ihre Schule entschied sich daher, das Projekt zu unterstützen, wobei es den einzelnenKindern freigestellt wurde, ob sie teilnehmen wollen.
Gesammelt wurde heuer für Kinder in Jordanien und ein Bildungsprojekt in Armenien. Für das Gymnasium war die Kombination aus Lesen und für Bildungsprojekte „Erlesen“ ideal. Auch die Jugendlichen konnten sich gut mit der Idee „Lesen und Spenden“ identifizieren. „Ich lese so auch schon gerne und für einen guten Zweck ist es noch einmal schöner“, so Josefine. Auch die Sponsorensuche stellte die Schüler vor keine allzu große Herausforderung. „Ich habe meine Sponsoren leicht gefunden: Omas, Opas, Papa und Mama wurden hierfür aktiviert“, freut sich Jakob. Monika Dlaska war für die Umsetzung des „Lesewunders“ in der Schule zuständig.
Für die Bibliothekarin war es faszinierend, wie sich die Schüler bei der Sponsorensuche und beim Lesen gegenseitig motivierten: „Die Kinder haben stolz erzählt, wie viel sie bereits gelesen haben, und liehen weitere Bücher aus. Die Freude und Motivation, immer mehr zu lesen, war beeindruckend“, beschreibt Dlaska das Erfolgsprojekt an ihrer Schule. Neben dem Lesen wurden die Jugendlichen auch über die Projektländer im Unterricht informiert. „Ich fand es gut, dass das Geld der Caritas zugutekommt und wir über die Länder gesprochen haben“, befindet Mona. Zwischenzeitlich hat Emilia zwar die Motivation verlassen, aber „ich wollte unbedingt weitermachen. Man muss auch nicht für alles eine Note bekommen.“ Daher war Schwindeln für die Projektteilnehmer auch keine Option. Insgesamt „erlasen“ die motivierten Schülerinnen des BRG in der Au 2200 Euro. Das Caritas-Lesewunder findet auch im nächsten Jahr statt. (TT)