DIHK fürchtet US-Ausstieg aus der Welthandelsorganisation

Berlin (APA/Reuters) - Der DIHK fürchtet ein Auseinanderbrechen der Welthandelsorganisation WTO bei einem Ausstieg der USA. „Wir rechnen nic...

Berlin (APA/Reuters) - Der DIHK fürchtet ein Auseinanderbrechen der Welthandelsorganisation WTO bei einem Ausstieg der USA. „Wir rechnen nicht damit, dass die USA da austreten, aber es ist nicht völlig ausgeschlossen“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier am Dienstag in Berlin. Ein US-Ausstieg wäre der „worst case“.

Derzeit spielten die Vereinigten Staaten in der WTO eher die Rolle eines Blockierers. Treier wies zudem auf Unruhe unter den deutschen Firmen wegen der US-Steuerpläne hin. Darin sei eine Art Grenzausgleichssteuer enthalten. „Die ist wie ein Importzoll auf Vorleistungen aus dem Ausland“, erklärte er. Auch hätten sich die Investitionspläne deutscher Firmen in den USA zuletzt eher etwas gedämpft entwickelt.

Seine Erwartungen für den Außenhandel der deutschen Wirtschaft hob der DIHK an. „Die Exportprognose setzen wir auf 4,5 von 4,0 Prozent hoch“, sagte Treier. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hatte erst kürzlich seine Wachstumsprognose für Deutschland auf 2,3 Prozent von 2,0 Prozent erhöht.

~ WEB http://www.wto.org/ ~ APA174 2017-12-05/11:27