Am Glungezer herrscht Zuversicht
Die Skisaison startet schon am Freitag. Nächste Woche entscheidet die Gemeinde Tulfes über ihren Finanzierungsanteil bei der Lifterneuerung und Beschneiung.
Tulfes –Rund um den Glungezer herrscht vorsichtiger Optimismus: Einerseits wird man schon am 8. Dezember mit mehreren Liften in die Wintersaison starten – und somit über eine Woche früher als gedacht. „Heuer beschert uns der Wettergott einen guten Winterstart“, freut sich GF Walter Höllwarth. Zum anderen wird nach dem jüngsten Treffen allseits die „gute Stimmung und Arbeit“ in der Steuerungsgruppe gelobt, die die angestrebte Modernisierung am Glungezer in die Wege leiten soll. Vertreten sind dort neben Höllwarth auch die Tulfer Gemeindeführung, Obmann Werner Nuding vom TVB Hall-Wattens und Vertreter der Planungsverbände Südöstliches Mittelgebirge, Hall und Umgebung sowie Wattens und Umgebung. Schließlich ist die Erneuerung ohne Beteiligung der 20 Umlandgemeinden nicht zu stemmen.
Die Regionsbürgermeister hätten sich „erfreulicherweise dazu bekannt, dass es am Glungezer weitergehen soll“, meint Höllwarth. Zugleich haben sie sich, wie berichtet, im Sommer darauf verständigt, dass gleich ein Gesamtpaket geschnürt werden soll. Dieses soll neben einer neuen Gondelbahn in Sektion eins auch eine Beschneiungsanlage und die Erneuerung der zweiten Sektion bis Tulfein umfassen. Hier sei man weiter „emsig am Arbeiten und am Ausloten der Finanzierung“, so Höllwarth. Eine Gesamtsumme zu nennen, sei „noch verfrüht und nicht seriös“, betont er, da die Kosten zum Teil ermittelt, teils erst geschätzt seien. Kolportiert wurden zuletzt ca. 16 Mio. Euro für das Gesamtpaket.
Jedenfalls soll die Umsetzung in mehreren Bauphasen erfolgen. Sektion eins (Kosten: ca. 6,7 Mio. Euro) sei fertig geplant und „im Kasten“, was die Gutachten zu Naturschutz und Geologie angeht, erklärt der Tulfer Bürgermeister Martin Wegscheider. „Hier geht es nur noch um die finanzielle Darstellung beim Verkehrsmininsterium.“ 2018 solle dann endlich gebaut werden.
Phase 2 sei die Beschneiung, so Höllwarth. Hier habe man noch vor dem Wintereinbruch mit Sachverständigen Untersuchungen wegen des möglichen Standorts für einen Speicherteich durchgeführt. Er spricht von einem „guten Ergebnis“, Details will er noch keine nennen.
Wesentlich seien nun die Beschlüsse der Gemeinde Tulfes und des TVB Hall-Wattens als Haupteigentümer der Glungezerbahn. So sieht das auch BM Christoph Walser aus Thaur, der den Planungsverband Hall in der Steuerungsgruppe vertritt: „Es braucht ein klares Signal der Standortgemeinde Tulfes, was ihren Finanzierungsanteil angeht.“ Erst dann könne man an die Umlandgemeinden herantreten.
Laut Wegscheider wird der Tulfer Gemeinderat nächste Woche über die Beteiligung der Gemeinde an Bauphase 1 und 2 entscheiden – diese beträgt ca. 2,4 Mio. Euro. (md)