Linzer Brucknerfest 2 - Aussprache nach Zwist in Kulturlandschaft
Linz (APA) - Auch der Zwist um eine angebliche Äußerung Kerschbaums, der ebenfalls noch neue Chef des Bruckner Orchesters, Markus Poschner, ...
Linz (APA) - Auch der Zwist um eine angebliche Äußerung Kerschbaums, der ebenfalls noch neue Chef des Bruckner Orchesters, Markus Poschner, sei ein drittklassiger Dirigent, war Thema bei der Antrittspressekonferenz. Der neue künstlerische Vorstandsdirektor der LIVA bat, diesbezüglich auf die Zukunft zu schauen. Auch seine angekündigten, selbst aufgestellten finanziellen Mittel würden noch Zeit brauchen.
„Wir brennen beide und ich denke, dass wir das mit der Musik Bruckners zeigen werden“, betonte Kerschbaum in Richtung Poschner. „Es tut mir leid, dass ich Markus Poschner da hineingezogen habe.“ Der Frage, ob die Worte „drittklassiger Dirigent“ gefallen sind, wich er aus. Es habe eine persönliche Aussprache mit Poschner gegeben, „vor dem Orchester“. Kerschbaum lud ein, mit ihm durch das Brucknerhaus zu gehen, mit Mitarbeitern zu plaudern und sich selbst von seiner Persönlichkeit zu überzeugen.
Derzeit sind zwei Stellen im Kommunikationsbereich des Brucknerhauses ausgeschrieben, die Marketingleitung und jene des Pressesprechers. Der bisherige Sprecher Rafael Hintersteiner wird die Leitung Marketing und Sales im Linzer Design Center übernehmen. Auch die Gastronomie im Brucknerhaus ist routinemäßig ausgeschrieben, so der kaufmännische LIVA-Direktor Thomas Ziegler, ab 1. Juli 2018 soll neu gestartet werden. Es wird einen regulären Restaurantbetrieb geben, der attraktiv für Konzertbesucher sein, aber auch Touristen und Radfahrer ansprechen soll. Kerschbaum sprach auch von „schönen Packages“ in enger Zusammenarbeit mit dem Tourismus.
Das Fundraising wird unter dem neuen Chef intensiviert. Es gebe hier ein neues Konzept, so Kerschbaum, mit den Salzburger Festspielen als großem Vorbild. Das Brucknerfest 2018 sei mit knapp über einer Million Euro ausfinanziert. Fast ebenso viel werde die Generalsanierung der Orgel im Brucknerhaus kosten, die bis zum Festival 2018 abgeschlossen sein soll. Hier sprang Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) in die Bresche: „Wir werden einen Weg finden“, notfalls helfe die Stadt aus.
Die Finanzierung des Brucknerfestes und des Programms des kommenden Jahres sei abgeschlossen, so Luger. Es gebe allerdings eine Erwartungshaltung seinerseits, was die angesprochenen Finanzmittel, die Kerschbaum aufstellen wolle, betrifft. Dieser meinte, man sei auf einem guten Weg und würde das kommunizieren, sobald die Verträge abgeschlossen seien.