Serie von Telefonaten Trumps zu Jerusalem-Entscheidung

Washington/Jerusalem (APA/AFP) - Vor der mit Hochspannung erwarteten Bekanntgabe seiner Entscheidung zum Status von Jerusalem hat US-Präside...

Washington/Jerusalem (APA/AFP) - Vor der mit Hochspannung erwarteten Bekanntgabe seiner Entscheidung zum Status von Jerusalem hat US-Präsident Donald Trump eine ganze Serie von Telefonaten mit führenden Politikern im Nahen Osten angesetzt.

Der Präsident wolle am Dienstag (Ortszeit) mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, dem jordanischen König Abdullah und Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) sprechen, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, mit.

Trump werde wahrscheinlich auch noch mit anderen ausländischen Staatenlenkern sprechen, erklärte sie weiter. Nach palästinensischen Angaben fand das Telefonat des US-Präsidenten mit Abbas bereits statt. Ein Vertreter der Palästinenserbehörde machte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP allerdings keine Angaben zu dessen Inhalt.

Trump hatte am Montag eine durch US-Recht vorgegebene Frist für die Entscheidung zur möglichen Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verstreichen lassen. Das US-Außenministerium erklärte, der Präsident wäge noch „Optionen“ ab. Die Entscheidung werde aber in den kommenden Tagen fallen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Trump will sie dann in einer Ansprache verkünden.

Die bevorstehende Bekanntgabe der Entscheidung des US-Präsidenten sorgte international für große Unruhe. Arabische Politiker warnten vor einem neuen Flächenbrand in Nahost im Falle der Botschaftsverlegung.

Der Status von Jerusalem ist einer der größten Streitpunkte im Nahostkonflikt. Israel proklamierte den Ost- und den Westteil der Stadt zur „ewigen, unteilbaren Hauptstadt“. Für die Palästinenser ist Ost-Jerusalem hingegen die Hauptstadt ihres künftigen Staates. Sollten die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlegen, würden sie damit einseitig die Stadt als Hauptstadt Israels anerkennen.