USA auf Pariser Klimagipfel nur auf Botschaftsebene vertreten
Paris (APA/dpa) - Die US-Regierung wird kommende Woche beim Pariser Klimagipfel mit rund 100 Ländern nur mit Vertretern ihrer Botschaft präs...
Paris (APA/dpa) - Die US-Regierung wird kommende Woche beim Pariser Klimagipfel mit rund 100 Ländern nur mit Vertretern ihrer Botschaft präsent sein. Bei dem Spitzentreffen am Dienstag (12. Dezember) würden aber hochrangige US-Vertreter aus der Wirtschaft oder von Stiftungen erwartet, berichteten Elyseekreise in Paris. Es werde weiter mit der US-Regierung gesprochen.
Präsident Donald Trump hatte im Sommer die Aufkündigung des Pariser Klimaschutzabkommens durch die Vereinigten Staaten angekündigt. Wen die US-Vertretung zu dem jetzigen Treffen schickt, blieb zunächst offen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will mit dem Treffen den zweiten Jahrestag der Verabschiedung des Pariser UN-Klimaabkommens feiern. Dazu werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs erwartet, aus Europa etwa die aus Großbritannien, Norwegen und den Niederlanden. Auch Österreichs Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) wird an der Veranstaltung namens One Planet Summit teilnehmen. Ob die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) anwesend sein wird, ist wegen der Gespräche über eine neue Regierung in Berlin bisher nicht klar, hieß es am Dienstag in Paris.
Die Konferenz mit rund 4.000 Teilnehmern will unter anderem über neue Finanzierungsinstrumente für Klima-Projekte sprechen, dabei soll auch der Privatsektor eingebunden werden. Das Treffen ist aber nicht als Geberkonferenz geplant. Macron hatte allerdings auf der Weltklimakonferenz in Bonn die Europäer aufgefordert, die von den USA aufgerissene Lücke bei der Finanzierung von Klimaforschung auszufüllen. Der wichtige Weltklimarat IPCC sei aktuell bedroht, da die Vereinigten Staaten entschieden hätten, nicht mehr für seine Finanzierung zu garantieren.