Menschenrechtsrat verurteilt Myanmar wegen Gewalt gegen Rohingya
Genf/Yangon (Rangun) (APA/dpa) - Der UN-Menschenrechtsrat hat die Gewalt und Vertreibung hunderttausender muslimischer Rohingya aus Myanmar ...
Genf/Yangon (Rangun) (APA/dpa) - Der UN-Menschenrechtsrat hat die Gewalt und Vertreibung hunderttausender muslimischer Rohingya aus Myanmar scharf verurteilt. 33 Länder stimmten bei der Sondersitzung am Dienstag in Genf für die Resolution, drei dagegen und neun enthielten sich.
Sie verlangten die Rückführung der mehr als 620.000 Menschen, die seit Ende August nach Bangladesch geflohen sind und forderten Myanmar auf, ihnen die seit Jahrzehnten verweigerte Staatsbürgerschaft zu gewähren. Ein Vertreter Myanmars kritisierte die Resolution als politische Einmischung, die die Souveränität seines Landes verletze.
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra‘ad al-Hussein, hatte die Gewalt gegen die Rohingya durch Sicherheitskräfte zuvor scharf kritisiert. Mitglieder der Sicherheitskräfte Myanmars hätten sich an der Ermordung von Erwachsenen und Kindern sowie der Vergewaltigung von Frauen und Mädchen beteiligt. Menschen seien in ihren Häusern verbrannt sowie Schulen und Moscheen zerstört worden. Der UN-Hochkommissar verwies auf die Verweigerung der Staatsbürgerschaft und von Geburtsurkunden. „Wenn man all dies betrachtet, kann irgendjemand ausschließen, dass Elemente von Genozid vorliegen?“, fragte Al-Hussein.
In der Resolution bekräftigten die Ratsmitglieder die Forderung von Al-Hussein, eine UN-Delegation ins Land zu lassen, die sich in Bild von der Lage machen will. Bisher hat Myanmar das verweigert.