Olympia: Die IOC-Beschlüsse im Doping-Fall Russland vom Dienstag

Pyeongchang (APA/dpa) - Die wichtigsten Beschlüsse des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als Reaktion auf den russischen Dopingskan...

Pyeongchang (APA/dpa) - Die wichtigsten Beschlüsse des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als Reaktion auf den russischen Dopingskandal speziell in Bezug auf die Winterspiele im Februar in Pyeongchang in Südkorea:

- Das Russische Olympische Komitee (ROC) wird mit sofortiger Wirkung suspendiert. Es wird damit bei diesen Winterspielen keine Mannschaft stellen.

- Nur einzelne russische Athleten dürfen unter strengen Bedingungen im Februar in Pyeongchang starten. Diese eingeladenen Athleten werden unter dem Namen „Olympische Athleten aus Russland (OAR)“ an Einzel- und Mannschaftswettbewerben teilnehmen. Sie treten mit Wettkampf-Utensilien mit dieser Aufschrift und unter der Olympischen Flagge an. Dazu wird bei einer Zeremonie die Olympische Hymne gespielt.

- Kein Beamter des russischen Sportministeriums darf bei den Olympischen Winterspielen akkreditiert werden.

- Der damalige Sportminister Witali Mutko und sein damaliger stellvertretenden Minister Juri Nagornych werden von allen zukünftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen.

- Der Sotschi-Organisationschef Dmitri Tschernyschenko muss sich aus der Koordinationskommission für die Winterspiele in Peking 2022 zurückziehen.

- Alexander Schukow wird als IOC-Mitglied suspendiert, da seine Mitgliedschaft an seine Position als ROC-Präsident gebunden ist.

- Weitere Maßnahmen des IOC gegen andere am System beteiligten Personen sind möglich.

- Das ROC muss die Kosten erstatten, die dem IOC durch die Untersuchungen entstanden sind, und trägt zur Einrichtung der Independent Testing Authority (ITA) mit einem Gesamtbetrag von 15 Millionen Dollar (12,64 Mio. Euro) bei, um die Kapazität und Integrität des globalen Anti-Doping-Systems aufzubauen.

- Das IOC kann die Suspendierung des ROC vom Beginn der Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele 2018 an ganz oder teilweise aufheben, vorausgesetzt, dass diese Entscheidungen vom ROC und von den eingeladenen Athleten und Offiziellen vollständig respektiert und umgesetzt werden.