Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich tiefer

Tokio (APA) - Asiens Anleger haben am Mittwoch angesichts einer Flut schlechter Nachrichten kalte Füße bekommen. Die Kurse fielen quer durch...

Tokio (APA) - Asiens Anleger haben am Mittwoch angesichts einer Flut schlechter Nachrichten kalte Füße bekommen. Die Kurse fielen quer durch alle Länder und das zum Teil deutlich.

Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 1,97 Prozent auf 22.177,04 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong büßte 2,14 Prozent auf 28.224,80 Einheiten ein. Der Shanghai Composite fiel um 0,29 Prozent auf 3.293,96 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit negativen Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 32.597,18 Zählern mit minus 0,63 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 0,45 Prozent auf 6.029,90 Einheiten.

Ein stärkerer Yen belastete Japans exportfreudige Firmen. Deutlich gesunkene Kupferpreise zogen die Rohstoff-Branche runter. Zudem blieb das australische Wirtschaftswachstum im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück.

Aber auch auf enttäuschende US-Vorgaben wurde verwiesen. Denn in den USA waren die Aktienkurse am Dienstag kontinuierlich abgerutscht. Am Ende hatten der Leitindex Dow Jones Industrial sowie der marktbreite S&P 500 mit Verlusten und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq-100 nur hauchdünn im Plus geschlossen.

Ein Marktbeobachter führte zur Begründung für die klaren Kursverluste auch Nahost-Sorgen an: Die USA werden Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. US-Präsident Donald Trump werde diese Entscheidung im Laufe des Mittwochs bekanntgeben und das Außenministerium mit den Vorbereitungen zum Verlegen der US-Botschaft nach Jerusalem beauftragen, verlautete am Dienstagabend aus dem Weißen Haus.

In Tokio litten besonders Bergbau- und Stahlkonzerne unter der ungünstigen Mischung aus Yen-Stärke und einer Schwäche bei den Rohstoffpreisen. So verlor die Aktie von Nisshin Steel mehr als 5 Prozent; die Papiere von Mitsui Mining gaben knapp 4 Prozent nach.

In Korea brachen die Aktien des drittgrößten Schiffsbauers der Welt, Samsung Heavy Industries, um mehr als ein Viertel ein. Das Unternehmen warnte vor operativen Verlusten in diesem und dem kommenden Jahr angesichts einer mauen Nachfrage nach neuem Equipment etwa für die Ölbohrindustrie. Um die Kasse aufzubessern, verkauft Samsung Heavy neue Aktien, was den Kurs zusätzlich belastete. Südkoreas Leitindex Kospi insgesamt rutschte um 1,5 Prozent ab.