Bezirk Schwaz

„Stille Nacht“ fasziniert auch nach 199 Jahren

© Walter Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl...

Von Walter Zwicknagl

Fügen –Seit Jahren ist Martin Reiter aus St. Gertraud­i, der viele Bücher auf den Markt brachte, auch als „Stille-Nacht-Forscher“ aktiv. Unzählige Kilometer spulte er in dieser Sache in Salzburg, Oberösterreich, Tirol und Bayern ab, um mehr über das Weihnachtslied zu erfahren. Und er versteht sein Buch, das er im ehemaligen Fügener Schloss am Samstag präsentierte, als Lese-, Bilder und Reisebuch, in dem all die Orte, mit denen die „Stille-­Nacht-Schöpfer“ Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber zu tun hatten, verewigt sind. „Das Fügener Schloss wird in dieser Dokumentation eine besondere Rolle spielen“, verrät er. Denn der Fügener Orgelbauer Karl Mauracher und die Rainer- und Strasser-Sänger spielten bei der Verbreitung des Liedes, das im Jahre 1818 erstmals in der Oberndorfer Pfarrkirche erklang, eine besondere Rolle. Dass dieses Weihnachtslied heute in mehr als 350 Sprachen, Dialekten und Versionen auf allen Kontinenten gesungen wird, ist mit ein Verdienst dieser musikalischen Zillertaler. „Erst jüngst ist es mir gelungen, wertvolle Unterlagen bei einer Auktion in Amerika in die Hand zu bekommen“, freut sich Reiter, der in seinem Buch den Liedtext in 125 Sprachen abgedruckt hat.

Vielen mag neu sein, dass Blasius Wimmer aus Waidring eine siebte Strophe geschaffen hat. „Heilger Tag! Stille Nacht! Kön’gen auch kundgemacht“, heißt es hier. Die Rede ist auch von Joseph Bletzacher aus Schwoich, der ein bekannter Opernsänger war. Bei der Weltausstellung in Wien im Jahre 1873 fiel ihm am amerikanischen Stand ein Notenbüchlein auf, in dem von einem „Choral of Salzburg“ die Rede war. Und es entpuppte sich als das „Stille Nacht“. „Ich werde zu diesem Thema sicher noch auf die eine oder andere Überraschung stoßen“, ist sich Martin Reiter bewusst.

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