Illegale Spiellokale

Offensive gegen Glücksspiel im Bezirk Kufstein

Symbolfoto.
© BMF/Schneider

Seit sieben Wochen gehen die Kufsteiner Behörden rigoros gegen Spiellokale vor. Einige Betreiber sperrten jetzt freiwillig zu.

Von Thomas Hörmann

Kufstein –Das Innsbrucker Strafamt hat es vorgemacht, jetzt ziehen die Kufsteiner Behörden nach: „Wir führen seit sieben Wochen regelmäßig Schwerpunktkontrollen im Bereich des illegalen Glücksspiels durch“, bestätigt Sicherheitsreferent Thomas Föger von der Bezirkshauptmannschaft Kufstein die Offensive, an der neben der BH auch die Finanzpolizei und die Polizei beteiligt sind. Die regelmäßig stattfindenden Kontrollen hatten bereits Auswirkungen: „Wir mussten ein Lokal zusperren und haben Spielgeräte beschlagnahmt“, sagt Föger: „Außerdem stellen wir fest, dass mehrere Betreiber ihre Lokale in den vergangenen Wochen freiwillig zugesperrt haben.“ Offenbar eine Folge des Kontrolldrucks.

Föger unterteilt die Spiellokale, die vor allem in Wörgl und Kufstein angesiedelt sind, in drei Gruppen: „Es gibt Bars mit ein, zwei Automaten, Wettlokale mit verbotenen Spielgeräten im Hinterzimmer und reine Spiellokale.“ Vor allem die letztgenannte Gruppe ist für die Behörden am schwierigsten zu bekämpfen: „Diese Betriebe sind meist gut versteckt, Reklametafeln und Hinweisschilder gibt es nicht.“ Nur Insider wissen, wo die Spielhöllen zu finden sind. Und mittlerweile auch die Kufsteiner Behörden. Bei den Kontrollen stehen die Beamten zunächst oft vor verschlossenen Türen. „Wir holen dann einen Schlüsseldienst“, sagt Föger. In einem Fall war ein Lokal so gut gesichert und versperrt, dass die BH und die Kufsteiner Polizeiführung die Sondereinheit Cobra aufmarschieren ließen. Der Schlüssel zum Erfolg, „dann wurde uns geöffnet“, erinnert sich der Sicherheitsreferent.

Aber nicht nur die Eingangstüren sind gut gesichert, sondern auch die Automaten. „Der technische Aufwand ist enorm“, erklärt Föger: „Wenn wir auftauchen, lassen die Mitarbeiter in den Lokalen die Automaten per Fernbedienung herunterfahren.“ Eine Taktik, die verhindern soll, dass die Automaten als verbotene Spielgeräte identifiziert werden können. Allerdings haben die Beamten der Finanzpolizei in der Regel Möglichkeiten, die Geräte zu überprüfen.

Die Aktion scharf der Behörden im Bezirk Kufstein erinnert an die Vorgangsweise des Innsbrucker Strafamtes. Und das sei kein Zufall, räumt Föger ein: „Die Innsbrucker Strategie hat am ehesten zu Erfolgen in diesem Bereich geführt.“

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