Steiermark und S wollen gemeinsam Fachkräftemangel entgegenwirken

Graz (APA) - Das Land Steiermark und das steirische Arbeitsmarktservice wollen dem Fachkräftemangel entgegenwirken und sich auch besonders d...

Graz (APA) - Das Land Steiermark und das steirische Arbeitsmarktservice wollen dem Fachkräftemangel entgegenwirken und sich auch besonders der Gruppe der älteren Langzeitarbeitslosen bzw. Menschen mit Behinderung widmen. Im neuen Beschäftigungsprogramm für 2018 von Soziallandesrätin Doris Kampus und S-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe soll bei diesen „Sorgenkindern“ der Hebel angesetzt werden.

Insgesamt fließen mehr als 83 Mio. Euro in arbeitsmarkt-relevante Maßnahmen, vor allem in das kooperative Programm - in diesem übernimmt das AMS mit 50,4 Mio. Euro den Löwenanteil. Weitere 115 Mio. Euro hat das AMS für zusätzliche Maßnahmen für aktive Arbeitsmarkpolitik zur Verfügung.

Es sei gerade der Personenkreis älterer Arbeitloser oder Menschen mit Behinderung, der bisher von der herrschenden guten Konjunkturlage kaum bis gar nicht profitieren konnte, sagten Kampus und Snobe in einer Pressekonferenz. Ein weiterer Schwerpunkt soll den Engpass bei Fachkräften in bestimmten Branchen beseitigen helfen. In der Steiermark geht die Arbeitslosigkeit seit einem Jahr kontinuierlich zurück, allerdings nicht in allen Bereichen, insbesondere nicht bei älteren Langzeitarbeitslosen sowie Menschen mit Behinderung oder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Das gemeinsame Programm sieht verstärkt Maßnahmen für diese Gruppen vor, wie etwa über berufliches Training oder über gemeinnützige Beschäftigungsprojekte. „Jeder soll eine Chance bekommen“, sagte Soziallandesrätin Kampus. Zu Projekten mit zielgenauer Beschäftigungsqualifizierung zählten etwa die Magna-Stiftung, in der zusammen mit dem Automobilhersteller bereits über 2.000 neue Jobs geschaffen wurden.

~ WEB http://www.ams.at ~ APA211 2017-12-06/12:02